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Wladimir Putin eröffnet internationale Luft- und Raumfahrtmesse MAKS-2015

Shukowski,25. August 2015 —Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Dienstag den Aerosalon MAKS-2015 in Shukowski vor den Toren Moskaus eröffnet.

Sein Land werde sein einmaliges Raumfahrtpotenzial mehren und seine Führungsposition bei der Produktion von militärischer Luftfahrttechnik festigen,sagte er in seiner Rede. Dazu würden die Produktion modernisiert,neue Ausrüstungen angeschafft und die Qualität der Erzeugnisse erhöht.

Er sei überzeugt, daß der Aerosalon unabhängig von der derzeitigen internationalen Konjunktur eine „effektive Plattform“für den Gedankenaustausch der Experten, die Entwicklung der Produktionskooperation und die Suche nach neuen Partnern sein werde, betonte Putin.

Rußlands präsentiert auf der Ausstellung unter anderem die Kommandokapsel eines neuen bemannten Raumschiffs aus Kohlefaser, ein neues Trägerraketen-Projekt mit rückführbarer erster Raketenstufe, ein neues kosmisches Kopplungssystem und Modelle für sein Mondprogramm.

Internationale Gäste und Aussteller

Putin trifft auf der MAKS-2015 den Thronfolger und Vizechef der Streitkräfte von Abu-Dhabi, Prinz Mohammed al-Nahyan, sowie die Könige von Saudi-Arabien, Salman, und Jordanien, Abdallah II. Erwartet wurde auch der iranische Vizepräsident Soren Sattari. Die wichtigsten Waffenkäufer seien nicht bereit, Moskau die kalte Schulter zu zeigen , Sanktionen hin oder her, heißt es in einem Kommentar der Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“.

Russische Firmen werben um Kunden

584 russische Firmen preisen ihre Ware an. Die Holding „Russlands Hubschrauber“ zeigt den neuesten Deckhelikopter Ka-52K für Hubschrauber tragende Schiffe. Für die zivile Luftfahrt sind die Modelle Mi-171A2 und Mi-38 bestimmt. Der Flugzeughersteller MiG stellt den Prototyp eines Jagdflugzeuges der fünften Generation vor.

Almas-Antej stellt gut 100 Erzeugnisse aus, darunter 20 Waffen und Fluggeräte für die Luftabwehr. Natürlich durften Neuentwicklungen und bewährte Modelle aus der Sowjetzeit für die Raumfahrt auch nicht fehlen. Dazu zählt unter anderem ein Flüssigkeitstriebwerk für die sowjetische Mondrakete.

Der originalgetreue Nachbau der Tsar-Bombe, die ab 1. September 2015 vor dem Kreml ausgestellt werden wird

Der originalgetreue Nachbau der Tsar-Bombe, die ab 1. September 2015 vor dem Kreml ausgestellt werden wird

 

Zarenbombe am Kreml

Im Anschluß an die Luft- und Raumfahrtmesse öffnet am 1. September die Ausstellung „70 Jahre Atombranche. Kettenreaktion des Erfolgs“ in der Ausstellungshalle „Manege“ am Kreml ihre Pforten. Der Veranstalter sind die staatliche Gesellschaft Rosatom und die städtische Kulturbehörde Moskaus. Die Ausstellung solle der Aufklärung dienen, heißt es. Das zentrale Exponat ist die originaltreu nachgebaute Wasserstoffbombe AN-602. Mit dieser „Zarenbombe“ wollte der Sowjetführer Nikita Chruschtschow die westliche Welt seinerzeit das Fürchten lehren.

Stärkste Kernwaffe der Geschichte

Die stärkste Kernwaffe der Menschheitsgeschichte wurde am vergangenen Samstag mit einem Spezialfahrzeug aus dem Atomforschungszentrum Sarow angeliefert und vor dem Kreml in Moskau ausgeladen. Die Originalbombe war am 30. Oktober 1961 über einem Testgelände auf der Polarinsel Nowaja Semlja gezündet worden. Der Atompilz stieg in eine Höhe von 67 Kilometern auf. Die Detonationswelle umkreiste dreimal die Erde.

„Friedenslektion“ für Kinder geplant

Jene Explosion habe das nukleare Gleichgewicht der Supermächte hergestellt, heißt es nun. Am 1. September soll in der Manege eine „Friedenslektion“ für Kinder stattfinden. An diesem Tag ist in Rußland der Schulbeginn. Das allgemeine Publikum kann die Errungenschaften der russischen Atomindustrie bis zum 29. September bewundern. Mit der derzeitigen Ost-West-Konfrontation hat die Ausstellung offiziell nichts zu tun.