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Open Society Foundation: Organisation von George Soros hinter Massenprotesten in Mazedonien

Zehntausende demonstrieren derzeit in Mazedonien und fordern den Rücktritt des Premierministers. Vor dem Regierungssitz haben sie ein Zeltlager aufgebaut. Eine der Schlüsselorganisatoren hinter den Protesten ist die Open Society Foundation des US-amerikanischen Milliardärs George Soros, die insbesondere in Osteuropa „zivilgesellschaftliche“ Aktivitäten finanziert. RT sprach mit dem Leiter der Open Society Foundation in Mazedonien, Wladimir Milcin, über die Proteste und mögliche Parallelen mit der Ukraine.

„Russische Pipeline stoppen“: Experten sehen USA hinter Protesten in Mazedonien

Experten sprechen von einer hohen Popularität von Premierminister Gruevski. Laut ihnen hat der „Westen“, allen voran die USA, die Anti-Regierungsaktionen dirigiert, um den Bau der russischen Gaspipeline durch Mazedonien zu verhindern.

Die Situation in Mazedonien habe sich zugespitzt, nachdem die Regierung in Skopje damit begonnen habe, eine Annäherung mit Rußland und China in Erwägung zu ziehen, sagte der serbische Politikwissenschaftler Dusan Prorokovic zu Sputnik. Er verwies darauf, daß bei der Oppositionsdemo in Skopje Diplomaten aus den USA und der EU zugegen waren. Ähnlich war es bei den Euro-Maidan-Protesten in der Ukraine zugegangen, als EU-Politiker und US-Senatoren das Camp der ukrainischen Opposition in Kiew besucht und den Regierungsgegnern Mut zugesprochen hatten. Zwei Monate später kam es in der Ukraine zu einem Umsturz.

Auch viele andere Experten sehen hinter den Protesten in Mazedonien die Vorbereitung eines gewaltlosen Regimewechsels mit dem Ziel, die für die USA und Westeuropa unliebsame Regierung in Skopje, die Rußland-Sanktionen ablehnt und das Russische Pipelineprojekt Turkish Stream unterstützt hat, loszuwerden.

„Der Westen hat unter US-Führung ein Projekt zur Destabilisierung Mazedoniens begonnen. Das Ziel: den Bau von Turkish Stream durch Mazedonien zu verhindern“, sagte Slobodan Nikolic, Vorsitzender der „russischen Partei“, in einem Sputnik-Gespräch. Damit lasse sich auch der Angriff der Kosovo-Terroristen auf Mazedoniens drittgrößte Stadt Kumanovo erklären. „Denn der Bau von Turkish Stream würde die Wirtschaftssanktionen gegen Rußland und die Finanzierung des Ukraine-Krieges sinnlos machen.“

Der Einwohner von Skopje Ivan Babanovski urteilte, daß US-Vizepräsident Joe Biden „persönlich ein Interesse daran hat, amerikanisches Erdgas nach Europa zu bringen“. Nach Ansicht des ehemaligen jugoslawischen Sicherheitsbeamten sollte sich Ministerpräsident Gruevski um die eigene Sicherheit kümmern — „eingedenk des Schicksals von Saddam Hussein und Muammar Gaddafi.“

Für den mazedonische Medienpropaganda-Analysten Vladimir Pandovski sind die Proteste in Skopje nichts weiter als eine „Inszenierung“ — die Teilnehmer seien massiv durch soziale Netzwerke angeworben worden. Nach seinen Angaben weiß Regierungschef Nikola Gruevski einen Großteil der Bevölkerung hinter sich und hat einen klaren „Aktionsplan“.

Dass der Regierungschef populär ist, weiß auch Slobodan Tomic. Der prominente mazedonische TV-Journalist vergleicht Gruevski mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin: Beide sind in ihren Ländern zunehmend populär, beide werden von westlichen Medien gebasht. Tomic hält eine bunte Revolution in Mazedonien für unmöglich (Gesteuerter Protest: Die Revolutions-Profis).

Die Antiregierungsaktionen laufen nach dem klassischen Szenario des Westens und richten sich gegen die Politiker, die Turkish Stream unterstützten, sagte Srdja Trifkovic, Chefredakteur des Magazins Chronicles, zu RT. Seiner Meinung nach stecken Washington und Brüssel hinter der Krise in Mazedonien. Der Anlass für deren Einmischung war der Wunsch des mazedonischen Ministerpräsidenten Gruevski, sein Land für Turkish Stream zu eröffnen. Durch diese Pipeline, die das geplatzte Projekt South Stream ersetzen soll, soll Erdgas aus Rußland abseits des instabilen Transitlandes Ukraine nach Südeuropa strömen.

Politikwissenschaftler Georgi Engergart von der russischen Wissenschaftsakademie pflichtet bei: „Die USA und die EU haben enorme Anstrengungen unternommen, um South Stream zu blockieren. Nun versuchen sie auch die Transitoption Mazedonien auszuschalten, um – wie sie selbst glauben – Rußland wirtschaftlich vom Balkan zu verdrängen.“ Der Experte ist sicher: Ein Machtantritt von Oppositionschef Zaev würde die Pläne für den Transit russischen Gases durch Mazedonien durchkreuzen.