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Internet kann Cyber-Angriffen nicht standhalten

Stimme Rußlands, 25. Februar 2013

Das Internet ist gegenüber Hackern hilflos. Eine Reihe von Cyber-Angriffen auf große Netzressourcen in den USA Anfang Februar zeigte das ein weiteres Mal. Die Angriffe durch Cybercriminals verwandeln sich allmälich in ein Instrument des geopolitischen Kampfes.

Nachdem das größte Sozialnetz Facebook mitteilte, daß es einen „raffinierten Cyber-Angriff“ erlebte, erklärten einige ausländische massenmedien, daß Hacker aus China an diesem Angriff beteiligt sind. Der Experte für Informationstechnologien Wladimir Konew betonte, daß eine solche Situation vollkommen real ist, insbesondere wenn man den Hang Chinas zur nicht immer legalen Nutzung von ausländischen Technologien berücksichtigt.

„China ist, wie wir wissen, ein Bollwerk von globalen Fälschungen und dementsprechend der Mimikry an irgendwelche Ressourcen. Deshalb kann man seitens der Volksrepublik China oft organisierte Hacker-Angriffe auf ein konkretes Portal und konkrete Ressourcen beobachten. Die Ziele sind die industrielle Spionage und der Diebstahl von Daten. Dort sind Schulen von Programmierern und Hackern recht entwickelt.“

Zugleich nimmt Wladimir Konew an, daß der Überfall gerade auf US-amerikanische Ressourcen auch eine vollkommen materielle Grundlage hat.

„Ein großer Teil von aktiven, in erster Linie vom finanziellen Standpunkt aus Nutzern ist auf amerikanische Web-Sites konzentriert, deshalb sind diese Ressourcen für die Hacker besonders interessant.“

China ist heute wohl der größte geopolitische Gegner der Vereinigten Staaten. Solche Handlungen passen vollkommen zum modernen System der globalen Konfrontation. „Aber Amerika hat auch andere Opponenten, die mit Hilfe von Cyber-Angriffen versuchen können die Beziehungen zwischen zwei Spielern absichtlich zu verschärfen“, nimmt die Generaldirektorin der Firma „Strateg“, die Web-Sites entwickelt, Jekaterina Axjonowa an.

„Jegliche Angriffe dieser Art lösen ein starkes Echo aus, weil sie auf Sites, die für alle bemerkbar sind, abzielen. Die Richtung dieser Angriffe kann ebenfalls gefälscht werden. Wenn alle auf China hinweisen, dann ist nicht unbedingt China schuld, weil man im Cyberraum recht breit mit Angaben manipulieren kann. Es ist vollkommen möglich, daß das durchaus keine chinesischen Angriffe sind.“

Außerdem ist Jekaterina Axjonowa überzeugt, daß die gegenwärtigen Zwischenfälle für die Hacker nur ein Training sind. Die Expertin betont, daß richtig zerstörerische Cyber-Angriffe noch bevorstehen.

„Ich glaube, daß wir in der nächsten Zeit zu einer neuen Stufe der Entfaltung dieses Sujets übergehen werden. Aktionen, die sinnvoll sind und irgendwelche verständlichen Folgen haben, werden anonyme Angriffe ablösen. Das, was jetzt geschieht, ähnelt mehr massenübungen, der Einübung der Strategie und Taktik als Handlungen, die auf eine politische oder wirtschaftliche Wirkung abzielen.“

Die Industrie der Cyber-Kriminalität wird sich nur verbreiten, meinen Experten. Die Schutzmaßnahmen werden ebenfalls neue Formen annehmen. Das kann in die volle Liquidation der Anonymität im Internet oder eine periodische Sperrung des Zuganges von ganzen Staaten zum Internet ausmünden.