Home / Europas Wurzeln / Zwischen “Pagan Poetry” und “Pagan Pop” – Islands altes Heidentum bleibt jung

Zwischen “Pagan Poetry” und “Pagan Pop” – Islands altes Heidentum bleibt jung

von Thor Wanzek
Midgard-island

Vorwort

“Die spinnen wohl, die Isländer!” Mit diesem Spruch auf den Lippen und einer hastigen Handbewegung in Richtung Kopf kann ich mir den guten, alten Obelix vorstellen, wie er angesichts troll- und elfengläubiger Isländer reagieren würde, die aus Rücksicht auf Elfen eine Straße lieber um einen von ihnen bewohnten Stein herum bauen, als ihn zur Seite zu schaffen. Doch ist der Glaube an das “unsichtbare Volk” eine ausschließlich isländische Spezialität? Nach aktuellen Studien (1) glaubt in Deutschland immerhin jeder Siebte an Elfen, Trolle oder Kobolde, und 47 Prozent der Befragten wünschen sich (unabhängig vom Glauben) eine Elfe als Mitbewohner.

Doch was hier zu Lande als “Elfen-Boom” sensationell hoch stilisiert wird, ist für die Isländer ein alter Hut – um genau zu sein: ein ururalter Hut, den viele von ihnen offensichtlich immer mal wieder gerne aufsetzen und dem Ernst des Lebens ein Schnippchen schlagen. Während sich Neuheiden außerhalb Islands teilweise massiv vom Christentum distanzieren, haben die Isländer das keineswegs nötig: ihre Kultur wurzelt selbst nach tausend Jahren Christentum immer noch stark in heidnischer Sprache, heidnischer Ästhetik und heidnischem Glauben. Der folgende Bericht setzt sich aus Fragmenten zur Studie “Auf Midgards Wegen” zusammen, die sich speziell mit nordischem Neuheidentum beschäftigt

“Christus” und “Allvater”

Vor 1000 Jahren beschloß das Althing, ein Vorläufer des isländischen Parlaments, welches heute noch den selben Namen trägt, daß ein jeder Bewohner der Insel zur christlichen Taufe verpflichtet sei. Es war eine Entscheidung, die u.a. wohl aus politischem Kalkül gegenüber den missionierenden Norwegern gefällt wurde und ein Nebeneinander von heidnischem Brauchtum und christlicher Lehre bis heute ermöglichte. Denn obwohl das Christentum zum offiziellen Glauben erklärt wurde, durften die heidnischen Götter zumindest im privaten Bereich weiter verehrt werden – das beschloß das Althing ebenfalls. Nach dem Urteil des Historikers Hans Kuhn eine weise Entscheidung gegenüber dem fanatisch christlichen, norwegischen König Olaf Tryggvason dem Heiligen.

Dieser hatte jene Isländer, die sich 999 in Norwegen aufhielten, als Geiseln genommen und drohte, sie alle zu töten, wenn sich die Isländer weiterhin weigerten, die christliche Religion als eigene an zu nehmen.. “Aber die Isländer ließen sich (…) nicht in diese Zwangsjacke (eines strengen Christentums – Anm. d. Verf.) pressen und waren daher imstande, so aus zu wählen, wie sie es als richtig erkannten, und das gute Eigene von dem Neuen nicht ersticken, sondern befruchten zu lassen.” (2)

Vermutlich liegen in dieser Befruchtung die Wurzeln für einen heidnisch-christlichen Synkretismus, von dem heute noch halbheidnische / halbchristliche Götternamen wie “Al-fadir” (= “Allvater”, ein weiterer Name Odins) oder “Sig-fadir” künden. Ursprünglich war das isländische Heidentum “ein später Seitenzweig des nordischen und dies ein Teil des germanischen Heidentums. Es ist noch weithin üblich, dies als ein Stück Urreligion zu betrachten und zu behandeln und es in vielem auf eine ähnliche Stufe zu stellen wie die Religionen der primitiven Völker. (…) Es ist auch leicht, aus ihm primitive Züge an den Tag zu fördern, die dieser Stufe mit Fug und Recht zuerkannt werden. Diese Elemente haben die zäheste Lebenskraft und können jeden Wechsel und jeden Verfall in den höheren Schichten der Religion überleben. Sie vegetieren auch unter dem Christentum fort und verraten meist nur wenig über ihr Alter und ihre Herkunft.” (3)

grimson“WissenSie, ich stamme von den Westfjorden. Und da war der Glaube an Elfen nicht so stark. Was uns da mehr interessiert hat, das waren die Trolle. Die fanden wir irgendwie beeindruckender.” (Ólafur Ragnar Grimsson, isländischer Staatspräsident, kurz nach seinem Amtsantritt im Juli 1996) (4)

Das “verborgene Volk”

Aus der heidnischen Zeit hat bis heute der Glaube an das sog. “verborgene Volk” nicht nur überlebt, sondern das kulturelle Leben der Isländer nachhaltig beeinflusst. Wahrscheinlich liegen in dem Angesicht einer ebenso überwältigend schönen wie furchteinflößenden, urgewaltigen Natur zwischen tausend Grüntönen und grotesken Lavagesteinen die Wurzeln für den Glauben an übernatürliche Wesen, den über die Hälfte der Isländer nach wie vor teilt.

Für die rund 270.000 Einwohner der Insel schließen sich Kirchgang und Rücksichtnahme auf Elfen (“álfar”), die in manchem für uns unscheinbar wirkenden Stein am Wegesrand hausen, nicht aus. Während die Kirche den scheinbar harmlosen Aberglauben belächelt, belächeln wiederum manche Isländer die Kirche, deren Lehre für Troll- und Elfengläubige fremdartig bzw. unnatürlich bleibt.

Nach dem offiziellen Handbuch der isländischen Trolle, dem “Vae Hartal” haben rund 40 Prozent der Befragten schon mit Toten Kontakt gehabt. Gestorbene Menschen, die nach ihrem Tod keine Ruhe finden, treiben als “Afturganga” ihr schreckliches Unwesen und töten andere Menschen oder verschleppen sie der Sage nach durch offene Gräber in die Hölle. Die Geister verraten sich allerdings dadurch, daß sie sich ständig wiederholen und daß sie nicht den Namen Gottes, “Gud”, aussprechen können. Wie der volkskundliche Atlas “Vae Hartal” informiert, treiben neben Trollen und Afturganga auch hunderte von “Guhlen”, leichenfressenden Dämonen, ihr Unwesen.

Erla Stefánsdóttir (* 6. Dezember 1935; † 5. Oktober 2015 in Island)

Erla Stefánsdóttir (* 6. Dezember 1935; † 5. Oktober 2015 in Island)

Mit dem Bewußtsein, daß die meist unsichtbaren Mitbewohner der Insel rücksichtslosen Raubbau an der Natur vergelten können, bemühen sich die Isländer um ein freundliches Auskommen mit ihren übernatürlichen Nachbarn. Dem Glauben an Elfen, Feen, Trollen, Gnome und “Huldufolks” wird selbst von offizieller Seite Rechnung getragen: Erla Stefánsdóttier hat als Elfenbeauftragte Islands die Wesen kategorisiert und ihre Wohnsitze und Wege in einer “Landkarte der verborgenen Welt” markiert.

Um Konflikten mit dem meist unsichtbaren Volk aus dem Weg zu gehen, wird Stefánsdóttier bei Bauvorhaben von offizieller und privater Seite zu Rate gezogen. So ist es keine Seltenheit, daß eine schon geplante Straße in ihrer Wegführung bei Besichtigung des Geländes noch einmal in ihrem Verlauf neu geplant wird, um nicht die Wohnsitze von Elfen oder Feeen zu zerstören. Wege, auf denen mehrere Unfälle passierten, hinter denen man die verborgenen Wesen vermutete, wurden in ihrem Verlauf noch einmal geändert. Die “Alfholsvegur” (“Elfenhügelstraße”) zwischen Rejkjavík und Kópavogur führt tatsächlich um einen Hügel herum, in dem angeblich Elfen hausen. In der Stadt Grundafjördur steht an der Hauptstraße zwischen den Häusern Nr. 82 und Nr. 86 ein Felsen: Nr. 84 wird von Elfen bewohnt. Über die Stadt Hafnarfjördur heißt es in Stefánsdóttiers Plan: “Hafnarfjördur ist die Stadt der Menschen und der verborgenen Wesen. Sobald man die verborgenen Wesen wahr nimmt, die in jedem Vorgarten hausen, wird die Lava auf ganz besondere Weise lebendig.”

In dem Felsenhügel oberhalb der Stadt vermuten zahlreiche Einheimische das Elfenschloß Hamarinn, in dem eine weiß gekleidete Frau mit Silbergürtel und von königlichem Blut leben soll. Bei den Elfen handelt es sich nach den Sagen um die Nachfahren Evas, die nicht gewaschen waren, als Gott zu Besuch kam. Sie mußten sich verstecken und leben bis heute im Verborgenen. Wer die Elfen besucht und von seiner Reise zurück kehrt, der bringt oft Reichtümer mit sich, hat sich aber auch auf seltsame Weise verändert.

  • Die Elfen treten in sehr unterschiedlichen Gestalten und Größen auf, einige von ihnen sind lang und dünn, andere wiederum machen einen wohlgenährten Eindruck und sind von kleiner Statur.
  • Den Menschen am Ähnlichsten sind die Angehörigen des sogenannten “huldufólks” des verborgenen Volks. Sie gelten als sehr sozial und wenn sie einmal gesehen werden, so tragen sie zumeist farbenfrohe Kleidung.
  • Die “jardvergar” oder Gnome erreichen nur eine Größe zehn bis 12 Zentimetern und leben in ähnlichen Familienverhältnissen wie die Menschen. Über die Stadt wacht ein Geist, der in flaschengrünen und tiefblauen Färbungen in Erscheinung tritt.
  • Wesentlich unangenehmere Wesen als Elfen sind die garstigen Trolle, die nur nachts ihre Grotten und Höhlen verlassen, dann jedoch den Menschen durch ihre Zauberkräfte gefährlich werden können. So ist der Sage nach schon manch beherzter Mann dem Zauber einer Trollfrau erlegen und ward seitdem nicht gesehen. Erreichen die Trolle ihre unterirdischen Behausungen nicht vor Tagesanbruch, werden sie von der Sonne an Ort und Stelle zu Stein verwandelt. Dieses Schicksal ereilte zahlreiche Trolle, darunter eine riesenhafte Erscheinung, die heute noch am Fuße des Snaefellsjökulls steht.
  • Als schwer einschätzbar gelten die isländischen Zwerge (“dvergar”), die ungefähr so groß werden wie drei bis fünf Jahre alte Kinder. Ihnen wird eine farbenreiche Aura und manchen ein temperamentvolles Wesen nachgesagt, doch während einige von ihnen durchaus freundliche Umgangsformen pflegen, gelten andere wiederum als unhöflich oder kühl.

Nach Erla Stefánsdóttier gibt es in Island heute noch zahlreiche Energielinien, wie sie auch in China oder bei den australischen Aborigines bekannt sind. Diese Linien treten in unterschiedlichen Farbtönen auf und erstrecken sich über weite Landstriche. Berggeister senden blitzende Energielinien in tiefen Farben aus. Blaue Linien, die von Steinhaufen in eine Richtung weisen, markieren alte Pfade, die heute überwuchert sind. “Wenn wir uns selbst in einen harmonischen Zustand versetzen und für einen Moment eine Pause von der Hektik des modernen Lebens einlegen wollen, dann müssen wir versuchen, die Tür zu unseren Seelen zu öffnen und die universelle Kraft des Lebens (…) betrachten, das Bewußtsein, welches in allen Dingen ruht.” Dann, so Stefánsdóttier, würde der Mensch sich “mit allen lebenden und natürlichen Wesen in Einklag befinden und Energie, Licht und Freude für sein Leben gewinnen.”

Die Koexistenz von christlichem und heidnischem Glauben wurzelt in einer Gelassenheit der Isländer, die sich auch in ihren Erzählungen finden läßt. So sagt man dem im Mittelalter lebenden Bischof Gudmundur dem Guten eine tiefe Gemütsruhe nach. Der Geistliche wollte die im Norden liegende Insel Drangey weihen, um die bösen Trolle und Dämonen zu vertreiben, die den Inselbewohnern Schaden zufügten. Als er die Zeremonie beinahe beendet hatte, erklang im Felsen eine Stimme, die Gudmundur bat, auch dem Bösen einen Ort zum Leben zu lassen. Der Überlieferung nach zeigte der Bischof Verständnis für die Bitte der Geister und vollendete die Weihung nicht.

Mit ähnlicher Gelassenheit pflegen die Isländer ihr Brauchtum heute. Auch wenn scheinbar die Hälfte aller Isländer das verborgene Volk achtet, so glauben nach Arni Björnsson, einem einheimischen Volkskundler und Elfenkenner, nur wenige an die tatsächliche Existenz. “Die meisten von uns sind nicht wirklich davon überzeugt, daß es sie gibt, andererseits wollen wir die Möglichkeit ihrer Existenz nicht leugnen. Eigentlich ist es eine Art Skepsis. Wir leben in einem höchst unberechenbaren Land – was heute Gras und Wiese ist, kann morgen Lava und Asche sein. Daraus haben wir gelernt, uns nicht zu sehr auf den Augenschein zu verlassen.” (5)

“Pagan poetry “

Als direkte Nachfahren der Wikinger pflegen zahlreiche Isländer die Kultur ihrer Ahnen heute immer noch mit großem Stolz. Im Durchschnitt verfaßt jeder zehnte Inselbewohner in seinem Leben ein prosaisches Werk in der Tradition seiner Vorväter. Die Sprache gilt als Kern der isländischen Kultur und wird seinem Ruf als “Latein des Nordens” durchaus gerecht, gibt es doch staatlich eingesetzte, akademische Kommitees, die neue Wörter ins Isländische übersetzen. So wird z.B. aus dem “Computer” ein “tölva”, zusammen gesetzt aus “tala” (Zahl) und “völva” (Prophetin). (6) Nur im isländischen Alphabet sind bis heute einige Runen-Zeichen erhalten geblieben.

Zu den zeitgenössischen Autoren gehört auch Birgitta Jonsdottir, die erst durch ihre Arbeit mit den Sagen in Berührung kam und seitdem zu einigen Göttern Texte verfaßt und Bilder gemalt hat:”Ich nahm an der Erstellung eines Rollenspiels teil, welches auf der alten Welt, sprich: der Welt nach der nordischen Mythologie, basierte. Ich portraitierte die Götter in Bildern und Texten, recherchierte viel und wurde mir bewußt, daß ich als Isländerin nur sehr wenig über meine eigene Geschichte, über die Mythen und Götter wußte. Ich konnte mich mit den Göttern immer besser anfreunden, umso mehr ich über sie heraus fand. Es stimmte mich traurig, erkennen zu müssen, wie viel Wissen über die unbekannteren Götter verloren ging. Als ich dann letzten Endes die Portraits schuf, fühlte ich mich ihnen sehr nahe und malte drauf los, ohne zu wissen, welcher Gott auf dem Papier erscheinen würde … Als ich damit fertig war, hatte ich das Gefühl, daß es sich dabei um einen Test handelte. Ich rief die anderen an dem Projekt beteiligten Leute und fragte sie, wen ich gemalt hätte und ihre Antworten bestätigten meine Gefühle. Es war sehr intensiv und wundervoll, sich diesen Wesen so nahe zu fühlen. Ich fühlte, daß sie es waren, die mich führten. Ich kam ebenso zu der Schlußfolgerung, daß die Mythen durch das Geschichten-Erzählen erhalten blieben und daß sie verloren wären oder stagnieren würden, wenn sie niemand mehr erzählen würde. Somit begann ich, auf meiner Recherche und meiner Intuition aufbauend, neue Geschichten zu erzählen, die mir irgendwie realer erschienen.”

Birgitta veröffentlichte auch einige ihrer Bilder und Texte im Internet.

Wie eng die Vermarktung niedlicher Elfen-Klischees und nachdenklicher heidnischer Gedanken manchmal bei einander liegen können, wird am isländischen Musik-Exportschlager Björk deutlich, die wohl bekannteste Elfe ihres Landes, wenn man dem Tenor der Pop-Presse Glauben schenken möchte. Daß Björk nicht nur eine süße Elfe im Sinne simpler Vermarktungs-Strategien ist, sondern daß sie die Idee eines “heidnischen Ur-Bewußtseins” auf eigene Weise fortspinnt, offenbahrt sie auf ihrem neuen Album “Vespertine”. Im Lied “Pagan Poetry” singt sie von der simplen Oberfläche, unter der im tiefsten Inneren heidnische Dichtung erklingt:

Pagan poetry

Pedalling through the dark currents
I find an accurate copy
a blueprint
of the pleasure in me
swirling black lilies totally ripe
he offers a handshake
crooked five fingers
form a pattern
yet to be matched
swirling black lilies totally ripe
a secret code carved
in a palm of fingers
form a pattern
yet to be matched
swirling black lilies totally ripe
morsecoding signals
pulsate
wake me up
from hibernate
on the surface simplicity
but the darkest pit in me
is pagan poetry
pagan poetry

Heidnische Poesie

Durch dunkle Ströme treibend
Finde ich eine genaue Kopie,
eine Blaupause
der Freude in mir
Herumwirbelnde schwarze Lilien, zu allem bereit
Er bietet mir einen Händedruck
Fünf verkrümmte Finger
formen ein Muster,
das noch sein Gegenstück sucht
Herumwirbelnde schwarze Lilien, zu allem bereit
Ein geheimer Code,
eingebrannt in eine Handfläche,
formt ein Muster,
das noch sein Gegenstück sucht
Herumwirbelnde schwarze Lilien, zu allem bereit
Morsesignale
pulsieren
wecken mich auf
vom Winterschlaf
Auf der Oberfläche Unkompliziertheit
aber der dunkelste Schacht in mir
ist Heidnische Poesie
Heidnische Poesie

Blot - zeremonielle Opfergaben alleine für sich oder in Gemeinschaft

Blot – zeremonielle Opfergaben alleine für sich oder in Gemeinschaft

Neuer Asenglaube

In seinem Buch “Das alte Island” weist Hans Kuhn auf dürftige Quellen des Heidentums hin: “Von der Dichtung, die zu ihm gehörte, sind nur geringe Splitter erhalten geblieben. Viele der Isländer, die da im 12. und 13. Jahrhundert sammelten, was noch an Überlieferungen aus der Frühzeit vorhanden war, werden an den Nachrichten über diese Seite des Lebens, die nun so ganz verändert war, interessiert gewesen sein. Aber was noch zu fassen war, waren, so scheint es, vor allem Einzelheiten, die sich als Kuriosa in der Überlieferung gehalten hatten und deren fremdartig gewordenen Eigenheiten der Verzerrung, Vergröberung und Missdeutung ausgesetzt gewesen waren. Trotzdem läßt sich einiges Wichtige über die besonderen Formen des heidnischen Kults in Island sagen.

Die allgemeine Bezeichnung für die heidnische Kultfeier war “blót”, das mit “Opfer” übersetzt zu werden pflegt und dies auch heißen konnte. Es meint aber meist den ganzen Gottesdienst, in dessen Mittelpunkte jedoch ein Opfer zu stehen pflegte. Da es diese Form des Kults im Christentum nicht gab, konnte blót auch zum Inbegriff des Heidentums werden. Es ist daher auch möglich, daß die Opfer nicht ganz so selbstverständlich zum heidnischen Gottesdienst gehörten, wie die Christen es glaubten.

Geopfert wurden nach unserer Kenntnis im Allgemeinen Tiere, auch große. Menschenopfer waren in der Schlußzeit des nordischen Heidentums selten und wurden in Island wahrscheinlich nie gebracht. Was in den Gottesdiensten außer den Opfern weiter zu geschehen pflegte, ob etwa das Gebet oder der Vortrag von Hymnen – Reste von solchen sind überliefert – einen festen Platz in ihnen hatte, entzieht sich leider unserer Kenntnis, und ebenso, ob es auf der Insel regelmäßig abgehaltene Kultfeste gab, wie sie aus anderen nordischen Ländern gut bezeugt sind. Aber die religiöse Organisation kann in der Kolonie nur sehr locker gewesen sein und bestand, zum mindesten im Anfang, nur aus privaten Tempelgemeinden.” (7)

1874, tausend Jahre nach dem Beginn der Besiedelung der grünen Insel erhielten die Isländer eine eigene Verfassung, die ihnen Glaubensfreiheit zusicherte. Der Volksglaube hatte die Christianisierung überlebt, doch erst 99 Jahre später gründeten 12 Menschen die Asenglaubensgemeinde “Ásatrúfelagid”, die wohl als das ursprüngliche und wichtigste Vorbild für die heutigen, über den ganzen Erdball verteilten Ásatrú-Gemeinschaften bezeichnet werden kann, staatlich anerkannt.

Die Führung als Hohepriester übernahm bis zu seinem Tod 1993 der für seine Dichtung bekannte Sveinbjörn Beinteinsson, ein Bauer mit einem mächtigen Rauschebart, dessen Physiognomie durchaus an einen Gandalf erinnern läßt. Doch Beinteinsson hatte pragmatische Gründe, Ásatrú als dem Christentum gleich berechtigte Religion anerkennen zu lassen: Er wollte der Anfang der 70er Jahre wachsenden Zahl der “Kinder Jesu” (8) mit der Religion entgegen treten, die auf Island seiner Meinung nach immer noch am Tiefsten verwurzelt war und der Natur des Landes entsprach.

Beinteinsson selbst verkörperte dabei den bewußten Kompromiß zwischen Tradition und Fortschritt.

Er, der sich als Bauer ganz in der Tradition seiner Vorväter sah, zweifelte daran, daß der Mensch mit der Geschwindigkeit des Fortschritts noch Schritt halten könne. Dennoch sah er, daß die Menschen die neuen Herausforderungen stets irgendwie meisterten. Er “mähte mit Feingefühl das Gras im alten Friedhaof bei Saurbær am Hvalfjordstrand und ehrte zugleich die alten Götter” (10). In seiner Verehrung lehnte er jedoch nicht strikt alles Neue ab, sondern verband traditionelle Formen des Gesangs mit neuer Dichtkunst. Die Verbreitung seines Glaubens sah er gelassen:

“Wir haben einen Verein gegründet, den Verein der Menschen, die an die Asen glauben. In der Satzung steht sogar, daß es verboten ist, zu missionieren. Man soll seinen eigenen Glauben nicht anderen aufzwingen. Die kommen von alleine, wenn sie soweit sind.” (11)

Wichtiger als eine strikte Ordnung im nordischen Pantheon und eine krampfhaft authentische Rekonstruktion Jahrhunderte verschollener Zeremonien (gesetzt der Fall, so etwas ist überhaupt möglich) war für Beinteinsson nach eigener Aussage, die Perspektive des Menschen auf sein Leben zu erweitern, welche durch Fortschritt und Wissenschaft eingeengt wird. “Es ist eine besondere Aufgabe unserer Religion, die Verbindung des Menschen zur Natur wieder herzustellen, zu allen Kräften, die in der Natur sind, um sie verstehen zu können. Es fließt ein Bach, es wächst ein Baum, der Mensch ist nur Teil dieses Prozesses. Er muß sich bewußt als einen Teil des Ablaufs der Naturkräfte empfinden.” (5) Dies gestaltet sich, so der Hohepriester in einem vor rund 15 Jahren geführten Interview, gerade in der heutigen Zeit als zunehmend schwierig. Er sah eine Welt, die sich “zu Tode tanzt” und nicht mehr damit aufhören kann. Er beschrieb Beobachtungen und Gefühle, wie sie offensichtlich von zahlreichen Menschen (nicht nur) in der Heiden-Szene geteilt werden:

Interview mit Sveinbjörn Beinteinsson

Sveinbjörn Beinteinsson (* 4. Juli 1924 in Grafardalur am Borgarfjörður; † 23. Dezember 1993) war ein Priester des Neuheidentums. Er spielte eine entscheidende Rolle für die staatliche Anerkennung des Ásatrú als legitime Religion in Island 1973 und war darin bis 1993 der erste Hoch-Gode (Allsherjargóð Darüber hinaus war er Herausgeber und Dichter von Rímur. Sveinbjörn übte zeit seines Lebens entscheidenden Einflußauf die moderne Ásatrú-Bewegung und heidnische Kreise aus, der über die Grenzen seines Landes bis auf das europäische Festland und in den USA reichte. Neben seiner konzentrierten religiösen Tätigkeit war er auch politisch aktiv beteiligt an den Protesten gegen die Stationierung von Atomwaffen in Island durch die NATO. Auf dem Musikalbum Live in Reykjavik der Industrial-Band Psychic TV und dem Album Edda von Current 93 ist Sveinbjörn mehrfach ausführlich zu hören.

Sveinbjörn Beinteinsson (* 4. Juli 1924 in Grafardalur am Borgarfjörður; † 23. Dezember 1993) war ein Priester des Neuheidentums. Er spielte eine entscheidende Rolle für die staatliche Anerkennung des Ásatrú als legitime Religion in Island 1973 und war darin bis 1993 der erste Hoch-Gode (Allsherjargóð Darüber hinaus war er Herausgeber und Dichter von Rímur.
Sveinbjörn übte zeit seines Lebens entscheidenden Einflußauf die moderne Ásatrú-Bewegung und heidnische Kreise aus, der über die Grenzen seines Landes bis auf das europäische Festland und in den USA reichte.
Neben seiner konzentrierten religiösen Tätigkeit war er auch politisch aktiv beteiligt an den Protesten gegen die Stationierung von Atomwaffen in Island durch die NATO.
Auf dem Musikalbum Live in Reykjavik der Industrial-Band Psychic TV und dem Album Edda von Current 93 ist Sveinbjörn mehrfach ausführlich zu hören.

Frage: “Wollen Sie die Zeit zurück drehen?”

Beinteinsson: “Nein, ich setzte mich nicht mit meiner Gruppe dahin und sage, jetzt haben wir den Glauben von früher, leben wir auch das Leben von früher. Ich will die Zeit nicht tausend Jahre zurück drehen. Ich muß mein Leben an die heutige Zeit anpassen. Wir können und wollen die technische Entwicklung nicht abschaffen.”

“Sie lehnen Autos oder das Fernsehen nicht ab?”

“Nein, wir müssen nur lernen, damit um zu gehen. Diese Dinge dürfen nicht die alte Ausgewogenheit der Menschen zerstören, die sie früher hatten. Die Wissenschaft hat unser Gleichgewicht im Leben genommen. Wir fühlen uns nicht mehr wohl. In meiner Jugend habe ich hier in Island dieses Gleichgewicht noch bei den Älteren erlebt. Sie führten ein einfaches Leben, versuchten, niemandem weh zu tun, sie ruhten in sich. Menschen, die in sich ruhen, gibt es kaum noch. Das haben die schnellen technischen Entwicklungen zerstört.” (12)

Beinteinsson selbst mahnte zu Lebzeiten, bei der Rückbesinnung auf alte Werte nicht den selben Fehlern zu verfallen wie zahllose christliche Missionare vor rund 1000 Jahren: “Wir müssen jetzt stop sagen und wieder einen stärkeren Kontakt zur Natur bekommen, uns als Teil der Natur erkennen. Aber die Leute müssen diesen Weg ohne Extremismus gehen, ohne Aggressionen.” (13)

Beinteinssons Einfluß auf Teile verschiedener Jugendkulturen ist nur schwer zu umreißen, doch vor allem auf die sog. “Neofolk”-Szene, in der zahlreiche Künstler sich selbst als “heidnisch” definieren, hat das Heiden-Oberhaupt eine Faszination ausgestrahlt, die sich z.B. darin spiegelt, daß die englische Kult-Band Current 93 Beinteinssons Edda-Gesang neu aufgelegt und speziell ihrer Szene zugänglich gemacht hat. Die isländische Ásatrúfelagid besteht mittlerweile aus rund 450 Mitgliedern. Mehrmals im Jahr treffen sie sich mit Freunden zum “blót”, bei dem heute jedoch keine Opfer gemacht werden. Symbolisch wird Met aus einem Horn getrunken und dabei der Götter gedacht, die auch in Gebeten und Gedichten geehrt oder um Hilfe gebeten werden.

Auszug aus den Verhaltensregeln:

“Asenglaube (Ásatrú) ist der Name unseres Glaubens. Es ist erlaubt, sich zu mehreren Göttern und mächtigen Wesen zu bekennen. Jedermann trägt die Verantwortung für sich und sein Handeln. Es dürfen den Göttern Symbole und Statuen geweiht werden, doch besteht keine Pflicht, diese anzubeten. Heilige Götter und andere Heiligtümer dürfen nicht der Geringschätzung anheim fallen. Es ist erlaubt, sein Wissenum die Vereinigung und die heidnischen Bräuche zu verbreiten, doch wird organisiertes Missionieren als unnötig betrachtet. Es ist erlaubt, andere Kirchen und Glaubensgemeinschaften zu besuchen. Mitglieder der Asengemeinde üben ihren Glauben auf eine Weise aus, die mit den Landesgesetzen nicht in Konflikt steht. Die Hohepriester bieten den Mitgliedern ihre Dienste an, so zum Beispiel bei Namensgebungen und Trauungen. Alle diejenigen, die sich zu den Heiden zählen und ihren festen Wohnsitz auf Island haben, können der Vereinigung beitreten. Wir geloben die alten Bräuche, wie auch die Kultur unserer Vorfahren zu ehren.” (14)

Junge Skalden singen alte Lieder

Ende 2001 erscheint das erste Langspielalbum des isländischen Trios Sólstafir (“Sólstafir” bedeutet in etwa: “durch die Wolken brechendes Sonnenlicht”). Der Titel “Í Blódi og Anda”, zu deutsch “In Blut und Geist” spiegelt das einfache Verständnis der jungen Musiker vom Ásatrú-Glauben. Im gleichnamigen Lied werden Männer besungen, welche sich in Blut und Geist gleichen und der “Perversion” des Christentums trotzen. Die harsche Wortwahl ist typisch für das Genre des sogenannten “Pagan Metal”, einer musikalisch dem Black Metal verwandten Stilrichtung, in welcher die Liedtexte zum großen Teil auf Sagen, Überlieferungen und neuen Interpretationen der mythologischen Themen basieren.

Sólstafir sind die bekanntesten isländischen Vertreter dieses Stils und haben aufgrund ihrer Herkunft natürlich den Vorteil, Texte aus der Edda in der Originalsprache vortragen zu können. Auf der ersten Mini-CD “Til Valhallar” wurden Ausschnitte einer Lesung des Gründers der heidnischen Glaubensgemeinschaft, Sveinbjörn Beinteinsson, eingefügt. Von einem unbekannten Verfasser haben sich Sólstafir einen Gesang zu Ehren Odins angeeignet. Darüber hinaus vertonen sie zahlreiche moderne Dichter. Sie sehen sich als heidnische Musiker, deren sprudelnde Inspirationsquelle als Sagenschatz vor den Haustür liegt. Sie singen größtenteils in ihrer Landessprache, “weil es sich für isländische Heiden so gehört”. (16)

“In Blut und Geist” (Ásatrú)

Sie glauben an die Götter, Beschreiter alter Wege
Der Glaube an sich selbst, Ehrlichkeit und Treue.
Durch die Waffe zu sterben, weder Sieg noch Niederlage.
Die Zusammenkunft von Gleichen in Blut und Geist
wird im Ragnarök kämpfen, bis kein Mann mehr steht.
Nach dem Tod immer feierlich willkommen
Weder Sonne noch Mond, weder Tag noch Nacht.
Dann kam der Christ und ergriff die Macht.
Doch nicht jeder beugte sich seinem Glauben,
blieb sich selbst treu, bis in das jetzige 20. Jahrhundert.
Der Widerstand gegen das Christentum klingt ab, doch bleibt bestehn
blind sind sie gegen die Illusion in seinem Inneren.
Sie glauben an die Götter, der feste Halt in der Kultur
wird aufs Neue bestehn, das Christentum den Hunden vorgeworfen.

Wie bei vielen der sog. “Pagan Metal Bands” funktioniert Heidentum auch bei den Isländern Sólstafir als Etikette einer in Klischees und szenetypischen Stilelementen strikten Jugendkultur, die selbst nicht immer Ansätze eines tiefen Verständnisses für den Umgang mit heidnischen oder überhaupt religiösen Elementen offenbart. So hat z.B. Sänger Adalbörn kein Problem damit, sich als Atheist und trotzdem als Heiden zu bezeichnen. Doch vielleicht hätte Beinteinsson gerade über den recht unbekümmerten Umgang von jungen Menschen vergnügt lachen können…

Interview mit “Solstafir”:

solstafir02“In dem Lied “Ásatrú” singt ihr von Menschen, die in Blut und Geist gleich sind. Ist das ein Synonym für das kulturelle Erbe, von welchem zahlreiche Elemente 1000 Christentum überlebten?”

Adalbjorn: “Nein, es bezeichnet einfach nur die Gefallenen, die Einherjer, die feierlich in Walhalla ankommen, wo alle in Blut und Geist gleich sind.”

“Auf eurer Mini-CD “Til Valhallar” habt ihr einen Ausschnitt der Beinteinsson-Lesung als Intro eingefügt. Welche persönlichen Gründe haben euch dazu getrieben? Seid ihr Mitglieder der Ásatrúfélagid? Und was haltet ihr generell von religiösen Organisationen?

“Nun, die meisten von uns sind Mitglieder der Ásatrúfélagid seit 1995/96. Dennoch bin ich ein Atheist, ich glaube an nichts Göttliches außer der Natur selbst. Ásatrú ist nicht mit Religionen wie dem Islam oder dem Christentum vergleichbar, es ist eher eine Art Brauchtum. Ich kenne einige Leute, die Ásatrú ganz extrem betreiben, vergleichbar mit fanatisch am Wort orientierten Christen. Wenn man in der Ásatrúfélagid Mitglied ist, zahlst du Steuern an sie anstatt an die christliche Kirche. Ich unterstütze die Ásatrú-Gemeinde und nehme ab und zu an den blóts teil, bei denen es traditionelles Essen und Met gibt.”

“Ist es für euch wichtig, eine heidnische Botschaft mit eurer Musik zu verbreiten, oder macht ihr das nur für euch und kümmert euch nicht darum, was andere darüber denken?”

“Wir wollen nicht unbedingt eine heidnische Botschaft verbreiten, aber wir wollen die Flamme des Heidentums am Leben halten. Und wenn ich tatsächlich verständliche Botschaften für jedermann vermitteln wollte, dann würde ich kaum auf isländisch kreischen, sondern eher in englisch. Wir sind jedoch keine Propaganda-Band. Es mag sein, daß wir uns hier und dort als heidnische Band äußern oder auch mal T-Shirts mit dem Spruch “Fuck Christianity” tragen, doch hat das keine politische Tragweite. Wir richten uns nicht darum, was andere sagen. Versteh mich nicht falsch, aber das einzige Prinzip, dem wir folgen, ist daß wir eine heidnische Metal-Band sind.”

“Inwiefern seht ihr Sólstafir in einer traditionellen Linie mit der großen und einzigartigen Literatur Islands oder der Ästhetik eines Bildhauers wie Einar Jonsson?”

“Ich muß zugeben, daß ich darüber noch nie auf diese Weise gedacht habe. Ich sehe Sólstafir in keiner traditionellen Linie. Dennoch sind wir wohl die einzige isländische Metal-Band, die eine Verbindung zur alten Literatur hat. Unsere alten Texte hatten alle auf die eine oder andere Weise damit zu tun. Als du Einar Jonsson erwähntest, da war ich mir noch nicht einmal sicher, wer es ist – das sollte bezeichnend sein, wie gut ich mich in dieser Kunstrichtung auskenne.”

“Was bedeutet Heidentum für dich in Hinblick auf die Erziehung deiner Kinder eines Tages?”

“Meine Kinder werden mit einer Vielzahl anderer Perspektiven als durchschnittliche Kinder christlicher Eltern aufwachsen. Die Mythologie an sich ist ein so großes kulturelles Erbe, bei dem Island eine große Rolle spielt.”

“Macht ihr eigentlich Unterschiede zwischen dem Glauben an die Asen und an das huldufolk?”

“Beides sind natürlich alte Bräuche, aber heutzutage gehört das huldufolk eher in die Märchenecke. Solche Geschichten erzählen die Eltern ihren Kindern. Ásatrú umfaßt die Bräuche, nach denen die verrückten Wikinger lebten.” (Das neue Sólstafir-Album ist bei www.ars-metalli.de erhältlich.)

1) vgl. PM-Magazin Dezember 2001, S. 60ff
2) Hans Kuhn: “Das alte Island”, Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf / Köln 1971, S. 177
3) ebd. 159 f
4) Wolfgang Müller: “Die Elfe im Schlafsack, Neue Märchen und Fabeln aus Island”, Verbrecher Verlag, Berlin 2001, S. 102
5) “Das verborgene Volk” in: “Island”, Polyglott APA Guide, Langenscheidt, Berlin und München 2000, S. 267
6) “Island”, Polyglott APA Guide, Berlin und München 2000, S. 90 f
7) Hans Kuhn: “Das alte Island”, S. 162 f
8) vgl. Gisela Graichen, “Die neuen Hexen”, Hoffmann und Campe Verlag Hamburg 1986, S. 283ff
9) aus dem Booklet der “Edda”-CD von Sveinbjörn Beinteinsson
10) Graichen, ebenda.
11) ebenda.
12) ebenda.
13) ebenda.
14) aus einer Info-Broschüre der Ásatrú-Gemeinschaft
15) “Die Sonne scheint durch dichte Wolken”, Legacy-Magazin Nr. 15, S. 76
16) ebd.

 

Auszüge aus dem Originaltext, erschienen auf: http://www.ruedigersuenner.de/island-text.html