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Wie die Wikinger kochten, aßen und tranken mit Rezepten zum Nachkochen

 

Wikinger haben nicht sehr üppig gespeist, zumeist waren es Produkte aus der kargen Landwirtschaft, aus dem Meer und ab und zu etwas Wild. Dafür haben sie gutes Bier und exzellenten Met gebraut. Einige der erhaltenen Rezepte werden in dieser Rubrik veröffenlicht

Auf einer englischsprachigen Seite über Wikinger und ihre Zeit gibt es eine Sammlung guter Originalrezepte

https://www.ribevikingecenter.dk/en/explore/the-viking-kitchen.aspx

Die Hauptnahrungen kann man in wenigen Gruppen aufteilen:

Getreidebrei

Brei und Gemustes war der Hauptbestandteil der damaligen Mahlzeiten. In der Landwirtschaft wurde Gerste, Roggen und Hafer angebaut. Gegenüber der südlichen Nachbarn der Wikinger, konnte im Norden kein Weizen oder Dinkel angebaut werden, da diese Pflanzen das Klima nicht vertragen haben.

Das Getreide, vornehmlich Gerste und Hafer wurden geschrotet und mit Salzwasser zu einer Art Grütze verkocht.

Auch Buchweizen (Knöterichgewächs) wurde als Grundstoff gern verwendet. Erst im 20. Jahrhundert wurden diese Grundnahrungsmittel in Skandinavien durch die Kartoffel abgelöst.

Ein Überbleibsel aus der damaligen Zeit ist die Havregøt. Diese sieht man immer noch in Norwegen und Schweden auf dem Speisezettel. Für viele Touristen oftmals gewöhnungsbedürftig. Die Urform in seiner geschmacksneutralen Version wird natürlich nicht mehr serviert. Auch damals hatte man sich zu Festtagen richtig ins Zeug geworfen und versucht, aus der Urform ein Gourmetessen zu machen. Man hatte das Getreide vor dem Mahlen geröstet, oder durch Zugabe von Raps- und Leinendotter aufgewertet. Auch wurde zu Festtagen auch mal Butter oder Sahne hinzugefügt.

Brot

Hier wurde überwiegend Roggen und Gerste genommen. Weizenmehl war selten und teuer. Deswegen gab es Brot aus Weizenmehl nur für die wenigen ganz Reichen des Landes. Das Mehl wurde mit Wasser gemischt und zu flachen Fladen ausgeknetet, die in langstieligen Pfannen gebacken wurden. Auftriebsmittel (Hefe) gab es schon, wurde aber nicht oft verwendet. Oftmals nahm man die Reste aus dem zum Bierbrauen oder zur Metherstellung. Denn hier waren die Hefeanteile noch lebendig und man hatte einen anderen Geschmack im Brot. Das Brot wurde lockerer.

Man kann noch Heute dieses Brot in Norwegen und Island kaufen. Es heißt Flatbrød. Das ist übrigens Ideal um auf einer Festtafel Snacks zu servieren. Sehr lecker schmeckt es, wenn man das Flatbrød mit dünnen Scheiben Torskerogn belegt.

Das Flatbrød weiter entwickelt heißt Heute Knäckebrot.

Flatbrød ist sehr lange haltbar und war damals ideal für die Proviantversorgung der Schiffe. Hier war man damals schon soweit und hatte dem Teig gemahlene Kiefernborke beigemischt, um den Körper vor Vitaminmangel zu schützen. So wurde dem Skorbut vorgebeugt. Da kamen die Mitteleuropäer erst sehr spät drauf.

Getränke

Normalerweise tranken die Wikinger Wasser und Milch, auch wenn heut zu Tage das Bild ein anderes ist. Trotzdem, wenn gefeiert wurde, dann richtig. Bis zum Verlust der Muttersprache und die Feier war gut! Die Milch war auch der Grund, weswegen die Wikinger in Nordamerika keinen Fuß fassen konnten. Sie gaben den dortigen Ureinwohnern auch ihre Getränke weiter. Diese vertrugen die Milch aber nicht, weil sie Lactose enthält. Die Ureinwohner dachten, die Wikinger wollten sie vergiften.

Bier

Die Wikinger brauten damals schon ihr Bier aus Gerste. Wenn die mal nicht vorhanden war, nahm man auch mal Hafer. Selbst Hopfen hatte man derzeit schon als Bitterstoff hinzugefügt. Dieser wurde aus südlichen Ländern eingeführt. Funde bei Ausgrabunge in Haitabu (bei Schleswig) beweisen das. Wenn Hopfen nicht greifbar war, nahm man auch die Wegewartwurzel oder Schafgabe.

Die Krux war oftmals, daß man sich entscheiden mußte: entweder Bier oder Brei und Brot. Ich denke aber, daß man sich damals überwiegend richtig entschieden hatte, denn sonst hätten die Wikinger nicht überlebt. Man sollte auch wissen, daß selbst bis ins 18. Jahrhundert Bier kein Genußmittel, sondern ein Lebensmittel war. Erst als Kaffee und Tee In die Regionen einzog, wurde Bier nicht mehr zum Frühstück getrunken.

Es gab damals schon unterschiedliche Biersorten. Für den Alltag gab es das Dünnbier. Es hielt sich in Fässern gelagert sehr lange und wurde deswegen auch gern auf den Schiffsreisen neben Trinkwasser mitgenommen. Ebenso nutzte man Dünnbier zum Kochen.

Starkbier gab es natürlich auch, aber meist nur zu festlichen Anlässen. Die obergärigen Biere gab es als helle und dunkle Versionen. Das dunkle war Altbier ähnlich und war in der Richtung süffig oder herb zu bekommen. Starke Biersorten hatten das bessere Prestige. „Je größer der Herr, umso stärker das Bier!“ war die Faustformel der damaligen Seefahrer.
Wenn gefeiert wurde, war der Bierkonsum der Wikinger schon als maßlos zu bezeichnen. Der Höhepunkt eines Festes war halt der allgemeine Vollrausch. Hier spielten auch kultische Rituale eine große Rolle. Eine Eigenart der Wikinger war auch, das Bier zu erwärmen, bevor man es trank. (Aua)

Obstweine

Wein aus Weintrauben war im hohen Norden etwas problematisch, da Trauben hier nicht so richtig wachsen. Dieser Wein war sehr selten und teuer, da er aus dem Süden eingeführt wurde. Wein muß ja auch nicht unbedingt aus Trauben gemacht sein. Das sagt heute auch die Chemische Industrie.

Wir gehen aber in die Zeit der Wikinger zurück und treffen da auf Obstweine. Hier waren die Wikinger Spezialisten. Sehr beliebt war der Apfelwein, der im Geschmack ähnlich wie jetzt der Cidre geschmeckt hat. Auch aus der Johannisbeere hatte man gern Wein gemacht. Diese Weine hatte man gern erwärmt und gewürzt getrunken.

Met:

Im Norwegischen mjød, ist ein Getränk aus Wasser und Honig. Er wird auch Odinsblut genannt. Met hat im Allgemeinen einen Alkoholgehalt von ca. 16 VOL. Met ist keine Erfindung der Wikinger. Denn schon weit vor der Wikingerzeit (3.500 vor Chr.) gab es Met in Ägypten.
Met war aber nicht in den Maßen das Getränk der Wikinger, wie es das Bier war.

Får i kål – Hammel und Kohltopf

Zutaten:

750 g Schaf- oder Hammelfleisch (gebrüht, gewürfelt)
500 g Zwiebeln (in Scheiben geschnitten)
750 g Weißkohl (gebrüht, in Achtelstücke geschnitten)
Salz
10 Pfefferkörner
10 g Mehl
Wasser
1 EL Petersilie

Fleisch, Zwiebeln und Kohl lagenweise in einem Topf schichten, Pfefferkörner jeweils auf das Fleisch, mit Kohl abschließen, mit Salz bestreuen, Topf zu zwei Dritteln mit Wasser füllen, in gut geschlossenem Topf 2 Stunden lang bei mäßiger Hitze schmoren. Aus Mehl und einer halben Tasse Wasser einen Brei anrühren, am Schluß zugeben. Gericht durchschütteln und mit Petersilie bestreuen.
Dieses bis heute in Norwegen beliebte Gericht schmeckt nach mehrmaligen Aufwärmen am Besten.

Får i kål gilt als ausgesprochenes „Wikingerrezept”.

Pökelhering gebraten

1 kg frische Heringe
Salz
Butter
Thymian

Heringe ausnehmen. Die Heringe gründlich Waschen und abtropfen lassen. Dann mit dem Salz bestreuen und gut zwei Stunden durchziehen lassen. Die Heringe acht Stunden trocknen. Nachdem der Fisch gut durch gesalzen und getrocknet ist, von innen und außen mit Thymian einreiben und in der Pfanne mit der Butter goldbraun braten.

Lachs mit Wacholderbutter

4 Lachssteaks ca. 2cm dick
50 g Butter
6 Wachholderbeeren (zerdrückt)
1 TL. Salz
50 g Schnittlauch

Die Wachholderbeeren, den gehackten Schnittlauch, Salz und Butter miteinander vermengen. Den Lachs mit einem Haushaltstuch trocken tupfen und in einer Pfanne Goldbraun rösten. Die Wacholderbutter über den Lachssteacks zerlaufen lassen.

Als Beilage eignen sich glasiertes Wurzelgemüse und Brot,

Lachs war übrigens in Skandinavien bis in die Neuzeit hinein als „Armeleuteessen“

Kohltopf

Zutaten:

1000 g Weißkohl (gehobelt)
250 g Äpfel (in feine Scheiben geschnitten)
Pfeffer
Kümmel (als Tipp von mir dazwischen geschoben)
0,5 l Skyr (Dickmilch mit Salz)
2 EL Butter

In einer feuerfesten Form Butter zerlassen, Weißkohl mit Kümmel und Pfeffer, Apfelscheiben und Dickmilch schichten und bei mittlerer Hitze im Ofen etwa 1 Stunde weich kochen.

Wildfleischpfeffer

Zutaten:

1000 g Rentier-, Elch- oder Hirschfleisch (Keule, in mundgerechte Stücke geschnitten)
150 g geräucherter Speck (gewürfelt)
Salz
1 l Bier
Pfeffer
1 Messerspitze Nelken (gemahlen)
1 kleine Stange Zimt
50 g Butter
3 Esslöffel Mehl
1 Glas Obstschnaps (Apfel, Kirsche, Pflaume)

In einer Kasserolle Speck anbraten, das Fleisch zugeben und würzen. Unter ständigem Rühren leicht bräunen lassen, mit Bier aufgießen. Abgedeckt bei mittlerer Hitze im Ofen etwa 1 ½ Stunden lang garen lassen. Butter in einer Pfanne zergehen lassen, Mehl zugeben und bräunen lassen Unter ständigem Rühren dem Wildfleisch Pfeffer zufügen und alles ein paar Minuten kochen lassen, abschließend Obstschnaps oder ähnliches zugeben.

Der Obstschnaps deutet darauf hin, daß das Gericht frühestens im Hochmittelalter entstanden sein kann – immerhin deuten die übrigen Zutaten auf die „Küche großer normannischer Herren” hin. Typisch ist die Verwendung teurer, von weither importierter Gewürze, mit denen der Gastgeber seinen Reichtum demonstrieren konnte. Es gab ja noch keine Supermärkte. Im späten Mittelalter führte das zu wahren Gewürzexzessen, die Speisen auf reichen Gastmahlen wurden bis zur Unkenntlichkeit überwürzt – im Kontrast zur weiterhin reizlosen Alltagskost.

Lauchsuppe / Purresupper

Zutaten:

1000 g Lauch (in 2 cm lange Stücke geschnitten)
1,25 l Fleischbrühe
Salz
Pfeffer
2 Eier
1/8 l Sahne
2 bis 3 TL Petersilie

Lauch in der Fleischbrühe weich kochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, Eier und Sahne in die Suppe einrühren, mit Petersilie bestreuen.

Zwiebelsuppe / Løgsupper

Zutaten:

6 mittelgroße Zwiebeln (in Ringe geschnitten)
40 g Butter
40 g Mehl
1,5 l Fleischbrühe
Pfeffer
Salz
3 bis 5 Knoblauchzehen (zerdrückt)

Die Zwiebeln in der Pfanne mit Butter glasig werden lassen, Mehl zugeben und Zwiebeln goldgelb rösten. Dann mit Fleischbrühe aufgießen, mit Pfeffer und Salz abschmecken, alles kurz durchkochen lassen.

Eine besondere „diagnostische” Verwendung dieser Suppe ist aus den Sagen überliefert: Dort wird berichtet, daß Kriegern, die Unterleibsverletzungen erlitten hatten, Zwiebelsuppe eingeflößt wurde. Wenn dann der Wunde anschließend Zwiebelgeruch entströmte, wußte man, daß Magen oder Darm ernsthaft verletzt waren und somit jede weitere Hilfe vergebens war.

Grüne Spinatsuppe

Für vier Portionen Zutaten

100g bis 150g frischen, gekochten Spinat oder ungefähr 200g gefrorenen Blattspinat
eine Lauchstange
ein Brühwürfel
eine Prise Pfeffer
eine Prise Ingwer
ein Bund Petersilie
zwei bis drei Eigelb
eine halbe Tasse Sahne
Muskat

Den Spinat säubern und waschen bzw. den gefrorenen auftauen. Den Lauch waschen und etwa 10 cm vom weißen Teil der Stange in dünne Streifen schneiden. Spinat, Lauch und Brühwürfel in einem Topf fünf Minuten kochen. Die Petersilie hinzugeben und weitere fünf Minuten kochen. Mit Salz, Pfeffer und Ingwer abschmecken.

In einer Suppenschüssel die Eigelb mit der Sahne schaumig schlagen. Die Suppe darauf füllen und dabei schnell rühren. Etwas Muskat darüber streuen und mit Brot servieren.

Etwas ansprechender sieht es aus, wenn Sahne und Ei getrennt geschlagen werden und dann in eine Spritzflasche mit enger Öffnung (zum Beispiel eine leere Ketchup Flasche) gegeben werden. Die Suppe auf mehrere Schalen verteilen und mit der Spritzflasche Muster aufspritzen. Mit Muskat garnieren und servieren.

Einige Rezepte:

(Wenn nicht anders angegeben für 4 Portionen)

Haferbrei (Havregröt)

1 Liter Wasser
Prise Salz
125 g Haferschrot bzw. Haferflocken
½ Liter Skyr (Gesalzene Dickmilch)

Das gesalzene Wasser aufkochen lassen, den Hafer hinzugeben. Ca. 20 – 25 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. In Schüsseln mit dem Skyr anrichten.

Buchweizengrütze

1 l Milch
Prise Salz
125 g Buchweizen
20 g Butter
Honig

Den Buchweizen mit heißem Wasser abspülen. Die Milch mit dem Salz aufkochen lassen, den Buchweizen dazu geben. Ca. 20 – 25 Minuten köcheln lassen, dabei ständig rühren, da die Grütze schnell ansetzt. In Schüsseln anrichten und in die Mitte jeweils einen Klacks Butter und Honig geben.
Dies ist natürlich die edle Variante, meistens wurde die Grütze mit Wasser oder nur mit verdünnter Milch zubereitet.

Buchweizengrütze sättigt stark.

Fladbröd (Fladenbrot)

Zutaten für 8 Brote

450 g Roggenvollkornmehl
1 Teel. Salz
50 g Butter
20 g Hefe
275 ml lauwarmes Wasser
75 g Weizenkleie

Hier die Variante mit Hefe, die für heutige Verhältnisse genießbarer ist. Außerdem setzen wir statt der historisch getreuen Birkenrinde oder Kiefernborke Weizenkleie bei.

Die Hefe mit etwas Wasser glatt rühren, das restliche Wasser hinzugeben und mit dem Mehl zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Weizenkleie nach und nach dazugeben. Den Teig für ca. 5 Minuten gut durchkneten. Dann den Teig in 8 ungefähr gleich große Stücke teilen und zu runden Fladen ausrollen..
Eine große Pfanne fetten, den Fladen in die Pfanne geben und mehrfach mit dem Messer einstechen. Nun den Fladen unter mehrfachem Wenden in der Pfanne ausbacken. Das dauert, je nach Teigdicke, zwischen 10 bis 20 Minuten pro Brot. Das Brot kann auch auf dem Backblech im Backofen gebacken werden, dann entfällt das Wenden.
Warm serviert schmeckt das Brot am Besten. Zum Kaltessen eignen sich dünne Fladen am besten, denn das Brot wird abgekühlt ziemlich zäh und schnell hart, ist dann aber lange haltbar. Geschmacklich etwa mit Knäckebrot vergleichbar.

Puffbohnen

Zutaten für 4 Personen

1 1/2 kg Puffbohnen in der Hülse, oder einfach zwei Gläser grüne Bohnen
2 – 4 Karotten
1 Teel. Salz
2 1/2 Eßl. Mehl
400 ml Milch + Gemüsebrühe
1 Eßl. Butter Salz + Pfeffer

Zubereitung

Die Bohnen schälen, enthülsen und waschen. Die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. In gesalzenem Wasser ca. 15. Min garen. Das Mehl mit etwas Milch in einem Topf verrühren. Nach und nach die restliche Milch, die Brühe und die Butter zugeben. Unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Ca. 3 -5 Min. köcheln lassen und dann die abgetropften Bohnen und die Karotten dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ach ja: wer die frischen Bohnen nehmen möchte. Die Bohnen haben eine Garzeit von ca. 30 Min.

Dieses Rezept leitet sich ab aus dem Buch:Wikinger Kochbuch, von Dr. Tom Bloch-Nakkerud

Kräuterhuhn mit Honigkruste

Zutaten für 4 – 5 Personen

1 Huhn zu ca 1 1/2 kg, oder 5 ganze Hühnerbrüste mit Haut und Knochen
1 Teel. Salz
ein bis zwei Prisen Pfeffer
je ein Teel. Kräuter, z.B. Kerbel, Estragon und Rosmarin
2 Eßl. flüssige Butter
2 Eßl. Honig

Zubereitung:

Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Das Huhn von innen und aussen mit dem Salz und den Kräutern einreiben. In einen Bräter o.ä. legen und mit der Butter und dem Honig bestreichen. Die Garzeit beträgt etwa 1 bis 1,5 Stunden. Innerhalb der Garzeit immer wieder mit Butter/Honig bestreichen.

Dieses Rezept leitet sich ab aus dem Buch:Wikinger Kochbuch, von Dr. Tom Bloch-Nakkerud

Hühnersuppe mit Bier

Zutaten für 4 Personen:

1 Huhn ca. 1 1/2 kg
3 -4 Karotten
3 Zwiebeln
1 Steckrübe
Salz & Pfeffer
zwei Prisen Thymian
6 – 8 Pfefferkörner
330 ml dunkles Bier

Zubereitung

Das Huhn in 8 Stücke teilen. Das Gemüse schälen und klein würfeln. Das Huhn in der Pfanne auf beiden Seiten ca. 5 Minuten lang anbraten. Salzen und Pfeffern und in einen großen Topf geben. Gemüse, Thymian, Pfefferkörner und das Bier dazugeben.

Für ca. 15 – 20 Minuten kochen lassen. Fertig. Dazu geteilten Hering und Brot.

Diese Rezepte leiten sich ab aus dem Buch:Wikinger Kochbuch, von Dr. Tom Bloch-Nakkerud

Rote Bete Suppe

Zutaten für 4-6 Personen:

5 -6 Rote Bete Knollen
Wasser
ca. 300 g Kohl
2 Zwiebeln
2 Eßlöffel Butter
1 1/2 l Brühe
Salz 1/2
Teelöffel Kümmel
gehackte Petersilie
1 Becher Sauerrahm

Zubereitung:

Die Rote Bete abbürsten. Wurzel und Stengel entfernen. In gesalzenenes Wasser geben und ca. 40 bis 50 Min. kochen lassen. Etwas abkühlen lassen, dann schälen und in Streifen schneiden.

Achtung: macht doll rote Hände!!!

Kohl und Zwiebeln auch in Streifen schneiden und in Butter andünsten. Die Brühe dazugeben und ca. 15 – 20 min köcheln lassen. Die Rote Bete mit in die Suppe geben und aufkochen lassen. Mit Salz Pfeffer und dem Kümmel würzen. Petersilie dazugeben und mit Sauerrahm servieren.
Das mit dem „köcheln lassen“ ist auf dem offenen Feuer so eine Sache: man döngelt am Besten an der Kette und verstellt selbige etwas in der Höhe. Muß man probieren…

Diese Rezepte leiten sich ab aus dem Buch: Wikinger Kochbuch, von Dr. Tom Bloch-Nakkerud

Kräuterhuhn mit Honigkruste

Zutaten für 4 – 5 Personen

1 Huhn zu ca 1 1/2 kg, oder 5 ganze Hühnerbrüste mit Haut und Knochen
1 Teel. Salz
ein bis zwei Prisen Pfeffer
je ein Teel. Kräuter, z.B. Kerbel, Estragon und Rosmarin
2 Eßl. flüssige Butter
2 Eßl. Honig

Zubereitung:

Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Das Huhn von innen und außen mit dem Salz und den Kräutern einreiben. In einen Bräter o.ä. legen und mit der Butter und dem Honig bestreichen. Die Garzeit beträgt etwa 1 bis 1,5 Stunden. Innerhalb der Garzeit immer wieder mit Butter/Honig bestreichen.

Dazu Puffbohnen in Rahmsoße.

Dieses Rezept leitet sich ab aus dem Buch:Wikinger Kochbuch, von Dr. Tom Bloch-Nakkerud

Muscheln in Met

Zutaten für 6 Personen:

3 kg Muscheln
2 EL Butter
Salz
Pfeffer
1 Flasche Met
1 Becher Sahne
5 Knoblauchzehen
je nach Jahreszeit Kräuter (im Frühjahr beispielsweise Bärlauch, im Winter vier Stangen Frühlingszwiebeln)

Zubereitung:

Muscheln vorbereiten, d.h. Bärte entfernen, abbürsten, offene Muscheln aussortieren.

Die Butter in einem großen Topf erwärmen, fein gewürfelten Knoblauch dazugeben und zwei Minuten anschwitzen. Den Met dazugeben, kurz aufkochen lassen.
Die geputzten Muscheln dazugeben, den Topf verschließen und unter Rütteln vier Minuten kochen lassen, bis sich alle Muscheln geöffnet haben. Die Sahne dazugeben. Alle noch geschlossenen Muscheln aussortieren. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Servieren.

Dazu paßt: Heute würde man Baguette dazu essen. Damals mußte man sich wahrscheinlich mit Pfannenbroten aus Getreidebrei begnügen, die allerdings heute als „Wraps“ durchaus wieder modern geworden sind. Man kocht dazu Emmer, eine der ältesten Getreidesorten. Emmer kannten auch schon die Wikinger. Optisch ähnelt Emmer einem normalen Weizenkorn, ist aber wesentlich gesünder. Das Korn enthält viel Eiweiß und Mineralstoffe und wird wie Risotto-Reis gekocht. Auf eine Tasse Emmer kommen zwei Tassen Wasser. Emmer mit etwas Salz würzen.

Aus einer Website über Wikinger für Kinder

In Wikingerhäusern loderte am ganzen Tag das Feuer. Sie benutzten das Feuer zum Kochen und zum Heizen.
Wikinger aßen
Möwen,
Möweneier,
Hasen,
Aale,
Forellen,
Heringe,
Kabeljau,
Enten.
Zum Würzen der Suppen nahmen sie Knoblauch.

Das wichtigste Getränk der Wikinger war Met. Das ist ein Honigwein.

Gesäuertes Brot

Während Weizenmehl allein mit Hefe aufgeht, muß für Gersten- und Roggenmehl eine Starterkultur mit Milchsäurebakterien verwendet werden. Diese Starterkultur verleiht dem Brot auch den herrlichen Geschmack und Geruch.

Für die Herstellung dieser Starterkultur vermengt man die gleiche Menge Wasser und Roggenmehl in einem nicht-metalllischen Gefäß miteinander und läßt dieses zugedeckt (allerdings nicht luftdicht verschlossen) zwei Tage bei Zimmertemperatur stehen. Nach zwei Tagen sollte sich eine spontane Vergärung eingestellt haben; die Mischung riecht bereits angenehm nach frischem Graubrot. Der Erfolg ist allerdings stark vom verwendeten Mehl und der Wasserqualität abhängig.

Unter Zuhilfenahme heutiger Hefen ist folgende Rezeptur zielführender:

100g Weizenmehl
1/2 Paket Trockenhefe
1 EL Zucker
150 ml lauwarmes Wasser
Ebenfalls alles verrühren (nicht-metallische Werkzeuge verwenden!) und zwei Tage zugedeckt bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Wer ohne moderne Hefen auskommen möchte, kann sie auch weglassen und stattdessen ein Drittel der Milch durch Buttermilch ersetzen.

Nach zwei Tagen kommt der Sauerteig in den Kühlschrank, damit er nicht “umkippt”. Auch im Kühlschrank muß der Sauerteig jeden Tag umgerührt werden, damit sich die Milchsäurebakterien gut verteilen können. Um diese Bakterien mit Nahrung zu versorgen ist es notwendig, alle fünf Tage

100g Weizenmehl
100g Zucker
150ml Milch
hinzu zu geben.

Am Tag 1 NACH der Fütterung haben sich die Milchsäurebakterien im gesamten Teig vermehrt und eignen sich perfekt zum Backen eines Brotes. Wem die Menge an Sauerteig mit der Zeit zu viel wird, der kann auch einen Teil des Sauerteigs an Freunde und Bekannte weiter verschenken.

Zum Backen eines Brotes vermengt man einfach

1kg Mehl (nach Geschmack Roggen / Gerste / Weizenmehl, auch gemischt)
300ml Sauerteig
etwas Salz (nach eigenem Ermessen),

läßt den Teig etwa eine halbe Stunde gehen, knetet alles noch einmal durch und formt einen Brotlaib. Diesen noch einmal eine halbe Stunde gehen lassen und sodann ausbacken. TIP: Wenn man das Brot die ersten 30 Minuten in einem geschlossenen Topf backt (z. B. einem Römertopf), so bleibt das Brot innen schön feucht und bildet außen eine schöne Kruste.

Wer in den Urlaub fährt oder auf längere Sicht kein Brot mehr backen möchte, kann den Sauerteig auch konservieren: Sauerteig läßt sich auf Backpapier ausstreichen und trocknen. Sobald er trocken ist, kann er zerstoßen und luftdicht verschlossen mehrere Jahre lang aufbewahrt werden. Zur Reaktivierung muß dann einfach nur noch lauwarmes Wasser zugesetzt werden.