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Wall Street Journal: Rußland nicht mehr „auf Strafbank“ für Investoren

13:43 29.04.2015(aktualisiert 13:54 29.04.2015

Ausländische Investoren würden gerne nach Rußland zurückkehren, wenn die Sanktionen aufgehoben würden, schreibt die Zeitung "Wedomosti" am Dienstag unter Berufung auf eine Studie der Beratungsfirma A.T.Kearney. Die Studie hat ergeben, daß zwei Drittel der Unternehmen ihre Direktinvestitionen bis 2016 auf das Vorkrisenniveau wieder aufstocken wollen. Dabei gehört Rußland nicht zu den 25 attraktivsten Ländern für Investoren.

Ausländische Investoren würden gerne nach Rußland zurückkehren, wenn die Sanktionen aufgehoben würden, schreibt die Zeitung “Wedomosti” am Dienstag unter Berufung auf eine Studie der Beratungsfirma A.T.Kearney.
Die Studie hat ergeben, daß zwei Drittel der Unternehmen ihre Direktinvestitionen bis 2016 auf das Vorkrisenniveau wieder aufstocken wollen.
Dabei gehört Rußland nicht zu den 25 attraktivsten Ländern für Investoren.

Nach einem „heftigen“ Wachstum in jüngster Vergangenheit wird der US-Dollar wieder schwächer: Eine Reihe globaler Währungen sind in diesem Jahr gegenüber dem US-Dollar stärker geworden, wie die Zeitung Wall Street Journal (WSJ) berichtet.

Studie: Ohne Sanktionen würden viele Investoren nach Rußland zurückkehren

Der Zeitung zufolge führt die Schwächung des US-Dollars auf die Erwartungen zurück, daß die US-Notenbank kurzfristig die Kreditzinsen erhöhen könnte.
Die Rentabilität der russischen Aktiva locke inzwischen Investoren an, für die Rußland „nicht mehr auf der Strafbank sitzt“, so die Zeitung.

Die Zeitung verweist darauf, daß der Russische Rubel im Jahr 2015 gegenüber dem US-Dollar um 17,5 Prozent stärker geworden ist. Außerdem habe der Rubel, der im vergangenen Dezember drastisch gefallen war, 46 Prozent seines Wertes wiederhergestellt. Aber auch souveräne Rubel-Obligationen und der Aktienindex Rußlands seien gestiegen.

Trotz Sanktionen: Russische Unternehmen für internationale Investoren verlockend

Nach WSJ-Angaben bleibt die Rezession in Rußland zwar bestehen, es gebe aber weniger Befürchtungen hinsichtlich anderer Aspekte der russischen Wirtschaft, denn die Erdölpreise, die erst vor kurzem auf dem tiefsten Stand seit sechs Jahren waren, seien wieder angewachsen und die geopolitische Spannung habe durch die Waffenruhe in der Ukraine abgenommen.
In der letzten Zeit berichten einige westliche Massenmedien, daß sich die Russische Wirtschaft zum Erstaunen vieler Analytiker erhole. Unter anderem das Magazin „Newsweek“ berichtete, daß die Wirtschaft Rußlands entgegen den meisten Erwartungen „wieder festen Boden unter die Füße bekommt“. Auch die Agentur Bloomberg verwies darauf, daß Rußland im vierten Quartal 2014 ein „unerwartetes Wachstum“ aufgewiesen habe

 

Quelle: http://de.sputniknews.com/wirtschaft/20150429/302124236.html