Home / News / US-Finanzherrschaft erfordert Verstaatlichung von Rußlands Zentralbank

US-Finanzherrschaft erfordert Verstaatlichung von Rußlands Zentralbank

rzb4

Fjodorow Autoren: fit4russland und José García Morales auf der Grundlage eines Artikels von Anders (NEW.EURO-MED.DK)

Jewgeni Fjodorow, ein führendes Mitglied der Partei des russischen Präsidenten Wladimir Putin, und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik des russischen Parlaments, warf der ZBR Sabotage vor und erklärte in örtlichen Medien, daß die ZBR “eine institutionelle Feindin des Landes” sei.

Das Verbrechen der Bank besteht darin, daß es ihr nicht gelang, den Rubel-Sturz zu verhindern – trotz Ausgaben von Dutzenden von Milliarden der Devisenreserven.

“Unsere Zentralbank, unser Finanzministerium und unser Ministerium für Wirtschaft befinden sich auf dem Weg zur Zerstörung der russischen Wirtschaft, weil sie die Befehle aus Washington und London ausführen. Wir müssen zu einer klassischen Wirtschaft, Verstaatlichung des Rubels, Abbrechen der Praxis der Währungsreserven, beschleunigter De-Offshoring, wie Putin es nennt, zurückkehren.”

Die Zentralbank will nicht zulassen, daß Geld an die russischen Unternehmer verliehen wird. Sobald die Zentralbank und der Rubel verstaatlicht sind, können Unternehmer jede Menge Geld bekommen.

Fjodorow zitiert auch die unerbittliche, aggressive Haltung in den Maßnahmen des Westens, die ein hohes Stadium erreicht haben. Die westlichen Sanktionen haben das Investitionsklima abgekühlt und erhöhte Refinanzierungskosten nach sich gezogen. Die Krise hat eine Kapitalflucht ausgelöst – etwa 120 Milliarden US-Dollar werden voraussichtlich in diesem Jahr das Land zu verlassen. Weitere $ 80Mrd. könnten folgen. Rußland hat in den letzten Monaten einen weiteren schweren Schlag durch den starken Rückgang der Ölpreise hinnehmen müssen. Weil dadurch die Umsätze fallen, schwächelt auch die russische Währung weiter.

Wikipedia: “Von Anfang 2014 … bis Mitte November 2014 verlor der Rubel etwa ein Viertel seines Wertes. Die russische Zentralbank erhöhte den Leitzins auf 9,5 Prozent und kaufte zur Kursstützung Rubel (gegen konvertible Währungsreserven wie US-Dollar, Euro usw.), was den Kursverfall aber nicht stoppte. Im November wurde erklärt, der Rubel sei künftig frei handelbar. Die russischen Devisenreserven schrumpften in diesen Monaten um ca. 20 Prozent. Nachdem eine Leitzinserhöhung am 11. Dezember auf 10,5 Prozent ohne Wirkung blieb, stattdessen der Außenwert des Rubels weiterhin rapide sank, erfogte in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember eine weitere Leitzinserhöhung auf 17 Prozent. Dennoch verlor der Rubel am 16. Dezember 2014 zwischenzeitlich mehr als ein Fünftel seines Außenwertes”. Zum Teil dadurch bedingt, daß die westlichen Banken den Wechsel Rubel-Dollar nach der Leitzinserhöhung aussetzten. Die westliche Einflußnahme wird deutlich.

Gemäß Verfassung ist die ZBR (die russische Zentralbank wurde am 13. Juli 1990 unter Gorbatschow gegründet) Mitglied der BIZ (Bank für Internationen Zahlungsausgleich), der internationalen Zentralbank der nationalen Zentralbanken in Basel. Da die BIZ, die Federal Reserve und die City of London von den Rothschilds kontrolliert werden, arbeitet de facto die ZBR für eine ausländische Macht. Das heißt, die Rothschilds kontrollieren die ZBR, u.a. über die FED, sodaß die ZBR nicht mehr Rubel drucken kann, als ihrem Bestand an fremden Devisen entspricht.

Rußland verkauft Öl für Dollar. Für die US-Dollar kauft Rußland US-Staats-Anleihen, das heißt, Schuldscheine der USA, wodurch die Dollars in die US FED zurückkehren.

Schlußendlich verkauft Rußland Öl gegen digitale Nullen in einem amerikanischen Computer. Das ist Diebstahl. Durch dieses System erhält die FED die Möglichkeit, in die russische Finanzwirtschaft massiv einzugreifen. Gemäß dem russischen Ökonomen Nikolai Starikov, dessen Video im Internet hier zu sehen ist: Das Zentralbanksystem FED aus russischer Sicht, erdrückt die FED die russische Wirtschaft wie in einem Schraubstock.

Die Amerikaner werden voraussichtlich den Druck nicht zurücknehmen, während Rußland diesen äußeren Druck benutzen kann, um sich organisatorisch aus der finanz-wirtschaftlichen Umklammerung durch diesen Dollar-Imperialismus zu befreien, indem es die ZBR verstaatlicht.

Trotz allem zögert Putin mit der Verstaatlichung der privaten ZBR, mit der es dem Zugriff Rothschilds auf Rußland ein Ende bereiten könnte. Eine Nationalisierung der Zentralbank Rußlands kann ein wichtiges Signal sein und würde den endgültigen Bruch mit Rothschilds City of London und deren Werkzeug, den USA bedeuten. Ihr Verhältnis ist seit Putins Beschlagnahme von Rothschild-Chodorkowskis Yukos-Aktien stark belastet.

Der Präsident braucht noch eine gesetzliche Vollmacht, um ein solches Vorhaben durchsetzen zu können, das zunächst in direktem Widerspruch zur Verfassung steht. Putin hätte die Macht und den Einfluß, dies zu ändern. Es kann entweder durch ein Gesetz, das von der Duma verabschiedet wird, und Putin besondere Befugnisse ermöglicht, erfolgen, oder es könnte ein Referendum geben, in dem das Volk ihm diese Befugnisse zuspricht.

In der Schweiz wird mit der Vollgeld-Initiative diese Maßnahme über den zweiten Weg, einem Referendum durch das Schweizer Volk, beschritten.

Der Dollar als Welthandels- und Reservewährung ermöglicht es der USA, die Militärausgaben auf das Ausland abzuwälzen. Putin hat dem Dollar-System schon seit Jahren den Kampf angesagt. Mit der Verstaatlichung der ZBR hat er nun die Möglichkeit, Rußland aus der finanziellen Umklammerung durch die US-Eliten herauszubrechen.

Die Signalwirkung eines solchen Schrittes würde weit über Rußland hinausgehen. Langfristig könnte es auch in die Ukraine hineinwirken, zwar nicht auf die westlichen Elitokraten in Kiew, sehr wohl aber auf das ukrainische Volk, das sich nach einer menschlichen Freiheit sehnt und zusehends in die anglo-amerikanische Finanzdiktatur eingemauert wird. Das ukrainische Volk würde dann Westen und Osten in einer völlig anderen Art bewerten.

Sowohl die Schweiz als auch Rußland haben, wie aufgezeigt, die Möglichkeit, sich von der digitalen Hoch-Finanzindustrie zu lösen und die Realwirtschaft auf die Volksinteressen auszurichten. Das Nachahme-Potential solcher Schritte bei anderen Staaten fürchten die US-Eliten viel mehr als modernste Militärwaffen, denn die Militärwirtschaft der USA basiert in starkem Masse auf der inter-nationalen Herrschaft des Dollars.

Beitrag erschienen auf: http://www.fit4russland.com/wirtschaft/686-amerikaner-draengen-russland-zur-verstaatlichung-der-zentralbank