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TNN-EXTRA: Polnische Biker erwarten die russischen Nachtwölfe an der Grenze

Polnische Biker erwarten die russischen Nachtwölfe an der polnischen Grenze

Polnische Biker erwarten die russischen Nachtwölfe an der polnischen Grenze

Um 15.00 Uhr MEZ schreibt Reuters:

„Siegestour“ nach Berlin: „Nachtwölfe“ bestätigen Abweisung an Polens Grenze © REUTERS/ Vasily Fedosenko

14:59 27.04.2015(aktualisiert 15:03 27.04.2015)

Polnische Grenzsoldaten haben die Mitglieder des russischen Bikerklubs „Die Nachtwölfe“, die eine „Siegestour“ von Moskau nach Berlin zum Gedenken des 70. Jahrestages des Kriegsendes unternehmen, an der polnischen Grenze abgewiesen, teilte eine Klubsprecherin am Montag mit.
Nun entscheiden die Biker darüber, ob sie nach Moskau zurückkehren oder versuchen, in Umgehung Polens nach Europa zu gelangen – etwa über Finnland, hieß es.

16.15 Uhr: Trotz gültiger Einreisepapiere wird den Nachtwölfen weiterhin die Einreise nach Polen verwehrt. Zur Zeit besprechen sie sich mit den russischen Konsul in Brest und überlegen eine Ausweichroute über Finnland, um in die EU zu gelangen. In Polen selbst wurde ein Flashmob zur Unterstützung gestartet und folgender Text ins Internet gestellt:

„Wir schämen uns als Polen für das Verhalten der Behörden unseres Landes, die um der Russenfeindlichkeit willen versuchen, die Durchfahrt von „Nachtwölfe“-Bikern durch Polen zu verhindern“, erklärten polnische Aktivisten via Facebook. „Den bloßgestellten Eliten zum Trotz laden wir die ‚Nachtwölfe‘ ein, den 70. Jahrestag des Sieges über den nazistischen Aggressor gemeinsam zu feiern.“

Teilnehmer der Aktion stellen ihre Bilder auf Facebook, auf denen sie ein Blatt Papier mit der Aufschrift halten: „‘Nachtwölfe‘, wir laden Euch nach Polen ein“

Der Flashmob wurde vom Chef der Zmiana-Partei Mateusz Piskorski organisiert. Ihm zufolge wollen die polnischen Behörden „Panik und Angst“ im Zusammenhang mit der Aktion der russischen Biker erzeugen, welche „Hunderttausender Soldaten gedenken wollen, dank denen wir als Volk bewahrt wurden“.

„Ihre Solidarität mit den russischen Bikern haben tausende polnische Motorradfahrer geäußert“, schrieb er auf Facebook. Es seien Menschen mit unterschiedlichen Ansichten, die für den guten Namen von Polen als gastfreundliches und freundliches Landes für alle Nachbarn sorgen.

Die Verweigerung der Durchfahrt für die russischen Biker sei eine klare Verletzung rechtlicher Normen der internationalen Verkehrsfreiheit, denn die „Nachtwölfe“ haben in ihrem Besitz alle erforderlichen Unterlagen.