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Siegestour durch Europa: Putins Nachtwölfe kommen

In einem Interview mit Russia Today sagte Alexander Saldostanow: „Wenn die Feinde Rußlands mobilisieren, rufe ich dazu auf, sich um den Präsidenten zu versammeln.“

Manchmal hilft keine Medizin“, sagt Saldostanow. „Dann muß man die Wunde aus dem Fleisch schneiden.“ Früher hat er als Arzt in der Unfallklinik die Opfer von Moskaus Straßenverkehr zusammengeflickt. Geblieben ist aus dieser Zeit sein Spitzname: der Chirurg. Mit dem Blick, mit dem er einst Unheilbares taktierte, schaut er heute auf die Kämpfe im Osten der Ukraine. Von Friedensverhandlungen hält er nicht viel.

Saldostanow taucht überall dort auf, wo es darum geht, Rußlands Stärke zu zeigen. Im Januar hat er den Verein „Anti Maidan“ gegründet, zusammen mit einem Parteifreund Putins und einer Kampfsportmeisterin. Am Sonnabend organisierte sein Verein eine Kundgebung mit 40.000 Teilnehmern, die durch Moskaus Zentrum zogen und riefen: „Rußland gegen Maidan, Maidan ist Betrug
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So geht die Geschichte von der Annexion der Krim, wenn Alexander Saldostanow, Anführer der Nachtwölfe, Rußlands größter Motorradgang, sie erzählt: eine Heldengeschichte vom Sieg Rußlands über die Faschisten aus Kiew, die Marionetten Amerikas, eine Mischung aus düsterem Historienspektakel, Rockkonzert, Motorshow und sozialistischer Militärparade. Saldostanow kann sich heute noch an der Erinnerung berauschen. „Es war ein Zeichen“, ruft er und ballt seine Hand zur Faust. „Scheiß auf die Politik! Scheiß auf Amerika!“