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Plastic Planet: PlasticEurope – R.E.A.C.H

PlasticsEurope ist einer der führenden europäischen Wirtschaftsverbände.

Der Verband unterhält Zentren in Brüssel, Frankfurt, London, Madrid, Mailand und Paris und kooperiert eng mit anderen europäischen und nationalen Kunststoffverbänden. Mehr als 100 Mitgliedsunternehmen produzieren mehr als 90 Prozent der Kunststoffe in den 27 EU-Mitgliedsstaaten und Kroatien, Norwegen, der Schweiz und der Türkei.

PlasticsEurope vertritt die Auffassung, das die europäische Kunststoff-Industrie einen wesentlichen Beitrag zum Wohlstand in Europa leistet, indem sie Innovationen Realität werden läßt, die Lebensqualität verbessert und Ressourceneffizienz und Klimaschutz ermöglicht. Mehr als 1,6 Millionen Menschen arbeiten in mehr als 50.000 Unternehmen der Kunststoff-Industrie (bei der Verarbeitung meist kleine bis mittelständische Betriebe) und erwirtschaften einen Umsatz von über 300 Milliarden Euro im Jahr

Wegbereiterin der innovativsten Chemikaliengesetzgebung auf europäischer Ebene (REACH) war Margot Wallström.

Als Umweltministerin in der Kommission Prodi (1999-2004) bewirkte Margot Wallström das größte Gesetzesvorhaben in der Geschichte der EU: REACH, die weltweit erste umfassende Chemikalienrichtlinie.

Das Akronym REACH steht für Registrierung, Evaluierung, Autorisierung und Beschränkung von Chemikalien.

Diese neue EU-Verordnung harmonisiert und erneuert die bisherige Chemikaliengesetzgebung mit dem Ziel, den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt zu verbessern. Diese Richtlinie ist ein Vorbild für Chemikalienrichtlinien weltweit.

In PLASTIC PLANET erzählt Margot Wallström von ihren eigenen Erfahrungen als Umweltministerin und schildert den Widerstand der Kunststofferzeuger gegen REACH. Im Zuge dessen bezeugt sie den massiven Einfluß, den Lobbyisten der Chemieindustrie in Brüssel auf Politiker ausüben.

Ein wesentlicher Unterschied zum System davor ist, daß die Bewertung der Risiken von Chemikalien nicht wie bisher von den Behörden, sondern von der Industrie durchgeführt wird und somit die Industrie die Verantwortung für die sichere Anwendung von Chemikalien übernimmt.

Damit findet ein Paradigmenwechsel in der Chemikalienregulation statt. Bisher mußten die Behörden nachweisen, daß eine Chemikalie gefährlich ist. Nun muß die Industrie nachweisen, daß die Anwendung ihrer Chemikalien ungefährlich ist.

Noch steht REACH am Anfang, aber nach einer Übergangsphase von 11 Jahren sollen die notwendigen Informationen für sichere Produkte und sichere Anwendungen für alle Industriechemikalien zugänglich sein. Mit Inkrafttreten der REACH-Verordnung am 1. Juni 2007 in Helsinki wurde ebenfalls die Europäische Chemikalienagentur eröffnet. Hier wird die Chemikalienregulation koordiniert