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Nigel Farage: Dies ist kein Europa des Friedens, es ist ein Europa der Spaltung

Am 7. Oktober 2015 sprach Nigel Farage, EU-Parlaments-Abgeordneter und Parteivorsitzender der britischen Unabhängigkeitspartei UKIP, vor dem EU-Parlament und kommentierte die vorher gemachten Aussagen von Angela Merkel und dem französischen Präsidenten François Hollande.

Wo Merkel und Hollande die üblichen politischen Sprechblasen von sich gegeben haben, redet Farage einmal mehr eindrucksvoll Klartext und bringt innerhalb von nicht einmal 3 Minuten im Grunde alles Wesentliche auf den Punkt:

1. Die “deutsch-französische Freundschaft“ und die Bildung der EU mit diesen beiden Ländern als kontinentalen Kern, diente nur zu einem einzigen Zweck, nämlich Deutschland unter Kontrolle zu halten und nicht wieder erstarken zu lassen.

2. Die Einführung des Euros hat Frankreich geschwächt und Deutschland gestärkt, wodurch sich die Machtverhältnisse massiv verändert haben und Deutschland wirtschaftlich und auch im derzeitigen Polittheater das Sagen hat.

3. Wahlen sind eine Farce, da unbequeme Ergebnisse so lange korrumpiert werden, bis die entsprechende Regierung wieder auf Linie ist (GR).

4. Der Massenansturm an “Flüchtlingen“ wurde mutwillig herbei geführt, wurde sogar gewünscht und der überwiegende Anteil der “Flüchtlinge“ sind junge, aggressiv fordernde Männer und darüber hinaus kommen diese “Flüchtlinge“ nicht aus Syrien.

5. Wer sich gegen den Ansturm der “Flüchtlinge“ stellt, wird ausgegrenzt und öffentlich bloßgestellt und isoliert.

6. Europa ist kein Friedensprojekt, sondern ein bewußt herbei geführtes Spaltungsprojekt für die europäischen Völker und dient dazu diese gegeneinander aufzuhetzen.

7. Merkel und Hollande lassen öffentlich nur jede Menge heiße Luft ab. Um es mit Einstein zu sagen: »Die reinste Form des Wahnsinn ist es, alles beim Alten zu belassen und trotzdem zu hoffen, daß sich etwas ändert.«

8. Das für Juni 2016 im Vereinigten Königreich geplante Referendum über den EU-Austritt wird das Kartenhaus an der Basis (hoffentlich) stark genug beschädigen, daß es unwiderruflich zusammenfällt.

Hier der Original-Wortlaut von Nigel Farage:

“Niemand, der noch ganz bei Verstand ist, würde nicht der Ansicht sein, daß es eine sinnvolle Sache war, Frankreich und Deutschland in den 1950er Jahren am runden Tisch zusammenzubringen, damit sie gemeinsam das Brot zu brechen, einen Handelsvertrag miteinander ausarbeiten und um als souveräne, demokratische Nationen gemeinsam für den Frieden zu arbeiten. Das alles war absolut richtig und edelgesinnt.

Leider wurde das Ganze korrumpiert. Tony Blair hat gesagt, in der EU gehe es heute nicht länger um Frieden, sondern um Macht. Und wie Recht hatte er und wie sehr hat sich diese Macht verlagert. Als Kohl und Mitterand vor 25 Jahren hierher kamen und ihre Länder repräsentierten, war es eine gleichwertige Partnerschaft. Dies ist nicht mehr der Fall.

Frankreich ist nun in erheblichem Maße eingeschränkt, gefangen in einer Währung, mit der es sich nicht erholen kann. Und die französische Stimme in dieser Beziehung [zu Deutschland] ist heute offen gesagt kaum mehr, als die eines kleinen Würstchens.

Und es ist doch eine Ironie, daß ein Projekt, welches dafür entwickelt wurde die Macht Deutschlands einzudämmen, uns nun ein total von Deutschland dominiertes Europa gegeben hat.

Schauen Sie sich nur den Euro an. Deutschland hat eine Währung, die um 20 % unterbewertet ist, einen wachsenden und geballten Handelsüberschuss. Und das größte Wachstum in der deutschen Wirtschaft seit dem Kollaps von 2008 fand tatsächlich in Exporten an andere Länder der Eurozone statt – wie zum Beispiel ihr sehr großer Waffenverkauf an Länder wie Griechenland.

Und wenn eine Wahl stattfindet und ein Land wie Griechenland die Fahrtrichtung ändern will, nun, es tut uns leid, aber dem muß eine Abfuhr erteilt werden, weil die Deutschen es nicht wollen.

Und was zur vermutlich schlechtesten öffentliche Politik gezählt werden muß, die Europa seit einem halben Jahrhundert gesehen hat, wenn man das alles zusammensetzt, ist die bereits scheiternde und mangelhafte gesamte Asylpolitik der EU, indem man der ganzen Welt sagt »Bitte kommt nach Europa«. Und wir haben einen regelrechten Massenansturm erlebt und dann stellen wir fest, daß 80 % von denen die da kommen keine syrischen Flüchtlinge sind.

Das was Sie getan haben ist, die Tür für junge, männliche Wirtschaftsflüchtlinge zu öffnen, von denen ich sagen muß, daß sich viele von denen in einer recht aggressiven Art verhalten, ganz im Gegenteil zu dem, was man jemals von irgendwelchen Flüchtlingen sehen würde. Und wenn wegen diesem Scheitern von Ländern wie Ungarn Einwände erhoben werden, werden deren Meinungen niedergeschmettert.

Dies ist kein Europa des Friedens, es ist ein Europa der Spaltung. Es ist ein Europa der Disharmonie. Es ist ein Europa, das ein Rezept für Feindseligkeit bietet. Und trotzdem, angesichts dieses Scheiterns, sagen Sie hier heute das Selbe. Sie haben gesagt »Europa funktioniert nicht, also brauchen wir mehr Europa«. Noch mehr des selben Scheiterns.

Aber am Horizont gibt es, so glaube ich, einen hell scheinenden Stern. Dieser heißt “Britisches Referendum“ und da niemand von Ihnen Großbritannien zugestehen möchte, die Kontrolle über unsere eigenen Grenzen wieder zu übernehmen, ist ein Brexit jetzt wahrscheinlicher als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in der heutigen Zeit.

Und ich hoffe und bete, daß die britische Entscheidung, aus der Europäischen Union auszuscheiden, der Anfang vom Ende eines Projektes ist – wie nobel auch immer die ursprünglichen damit verbundenen Absichten waren -, das schiefgegangen ist.“

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Transkription und Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

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