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Naturschutzgebiete Huanglong und Jiuzhaigou: Naturwunder und Abenteuer

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Der Anfang ist – sofern Sie sich früh genug um Bahntickets bemüht haben – am bequemsten, dazu noch schön und interessant: Etwa 470 km weit folgt der Zug dem Wei-Fluß.

Sie blicken auf Dörfer, sehen Fähren über den ockerfarbenen Strom setzen und erheischen durch Seitentäler immer wieder Blicke auf schon recht hohe Berge. Sind Sie morgens gegen acht abgefahren, erreichen Sie gegen 16 Uhr Lanzhou. Hier können Sie überraschend preiswert und angenehm im Friendship Hotel (Youyi Binguan, Xijin Xilu 16, Tel. 0931/233 30 51, Fax 233 03 04,) übernachten. Bleiben Sie einen Tag, um sich zeitig (!) die Fahrkarte für den Bus nach Xiahe zu besorgen, der frühmorgens vom Busbahnhof West abfährt.

Xiahe ist durch das Labrang-Kloster (Eintritt 40 Yuan, zweimal täglich englische Führung) berühmt, eines der sechs tibetischen Hauptklöster. Seit seiner Gründung (1709) wurde es immer weiter ausgebaut und bedeckt heute 40 ha. Im Kloster leben 1800 Mönche. Die Haupthalle brannte 1985 ab und wurde bis 1990 mit staatlichen Mitteln neu errichtet. Eine Besichtigung von Innenräumen ist nur mit Führung möglich. Beachten Sie den Rundweg mit den Gebetsmühlen. Am nettesten wohnen Sie im Labrang Hotel (3 km westlich des Ortes, Tel. 0941/7121849, Fax 7121328, ): 114 Zimmer, alle ebenerdig, in tibetischem Stil, ruhig, mit guter Küche und vorbeiplätscherndem Flüßchen.

Xiahe ist gut für zwei Tage Aufenthalt. Doch auch hier müssen Sie sich wieder rechtzeitig um Busfahrkarten kümmern. Das nächste Ziel, die Kreisstadt Songpan, liegt bereits in Sichuan und ist nicht auf direktem Weg zu erreichen. Über Hezuo und Zoigê/Ruo’ergai (Übernachtung im Liangju Binguan, ) sind es 440 km oder zwei Tage unbequemer Fahrt, die Ihnen die Hochgebirgslandschaft freilich nicht lang werden läßt. Ab der historischen Kreisstadt Songpan (Übernachtung im Taiyang Hotel,  vor dem nördlichen Stadttor) verkehren Busse zu den eigentlichen Zielen dieser Route: den Naturschutzgebieten Huanglong und Jiuzhaigou.

Huanglong, »Gelber Drache«: So heißt eine gut 4 km lange Folge von Kalksinterterrassen in einem abgelegenen Hochgebirgstal nördlich von Songpan. Das kristallklare Wasser in den Teichen ist durch Bakterien und Algen mal giftgrün, mal gelb, mal blau oder weiß gefärbt. Holzstege führen über das bunte, gelb gerandete Geriesel hinweg, und an einem ockergelben Wasserfall beginnen Sie zu begreifen, woher der Ort seinen Namen hat:

Von hier aus zieht sich eine 2,5 km lange und rund 100 m breite Travertinfläche bergan, die vollständig mit einer dünnen Schicht fließenden Wassers bedeckt ist und als Rücken eines gewaltigen gelben Wasserdrachen gelten könnte. Ein Stück oberhalb davon geht es weiter mit den bunten Teichterrassen. Seinen Höhepunkt erreicht das Farbspiel, zu dem im Herbst auch die Vegetation beiträgt, in den Fünffarbenteichen am oberen Ende des Besucherwegs.

Wenn Sie wollen, können Sie in Huanglong übernachten, vorteilhafter ist es allerdings, wenn Sie nach Songpan zurückfahren, um von dort am nächsten Tag einen Bus nach Jiuzhaigou zu nehmen.

Huanglong, »Gelber Drache«: So heißt eine gut 4 km lange Folge von Kalksinterterrassen in einem abgelegenen Hochgebirgstal nördlich von Songpan. Das kristallklare Wasser in den Teichen ist durch Bakterien und Algen mal giftgrün, mal gelb, mal blau oder weiß gefärbt. Holzstege führen über das bunte, gelb gerandete Geriesel hinweg, und an einem ockergelben Wasserfall beginnen Sie zu begreifen, woher der Ort seinen Namen hat:

Dieses Naturschutzgebiet, das ebenso wie Huanglong von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt wurde, grenzt zwar nördlich an das Gebiet von Huanglong an, ist von dort aus jedoch nicht direkt zu erreichen. Die Wunderwelt des »Neun-Dörfer-Tals«, das von Tibetern besiedelt ist, läßt sich hier nur andeuten.

Das Areal ist so groß, daß Sie nicht alles ablaufen können und sich zwischendurch fahren lassen müssen. Denkwürdig sind vor allem die im fließenden Wasser stehenden Bäume und Sträucher und die schwimmenden Grasinseln des Duftgras-Sees, schön die Kalktuffdämme mit ihren Kaskaden, wo das Wasser unter den Holzstegen für die Besucher hindurchsprudelt, imposant die Wasserfälle, erstaunlich die Farbspiele, die es in mehreren Seen zu beobachten gibt.

Mehr noch als im höher gelegenen Huanglong beglückt hier auch eine üppige Vegetation (staunenswert: die Flechtenvielfalt), und hier wie dort geht der Blick hinauf bis zu schneebedeckten Gipfeln. Zwei Tage Aufenthalt (z. B. im guten Jiuzhaigou Hotel) sind mindestens nötig, um die Schönheiten zu genießen, besser sind drei Tage. Der weitere Weg nach Chengdu führt noch einmal durch großartige Bergszenerien und macht meist eine weitere Übernachtung nötig.

Für teures Geld können Sie diese Tour bequemer und mit weniger Zeitaufwand unternehmen: nämlich per Geländewagen mit Fahrer, vorher zu arrangieren über chinesische Reisebüros (z. B. CITS). Eine dreitägige Kurzversion Chengdu – Huanglong – Jiuzhaigou – Chengdu ist per Flugzeug möglich (buchbar bei den Reisebüros in Chengdu), allerdings entgeht einem dabei einiges an Landschaftserlebnis.

Besichtigungstip: Das Gedränge meiden Sie in Huanglong, wenn Sie vor 9 Uhr kommen, in Jiuzhaigou auf den straßenfernen Pfaden.

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