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Julfest – Die Wintersonnenwende

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“Rauch von Holz und Harz liegt in der Luft
ich atme ein den verlockenden Duft
Yulezeit ist da, Yulezeit ist da

Im tiefsten Winter, so einsam die Nacht
die Sonne wendet und Balder erwacht
Stellt das Sonnenrad auf, stellt das Sonnenrad auf

Der Tannenbaum in seiner Pracht
Der Yuleast lodert hell durch die Nacht
Stimmungsvolle Ruh, stimmungsvolle Ruh

Das Licht am Himmel die Hoffnung bringt
und Thor wild seinen Hammer schwingt
Kraft fürs kommende Jahr, Kraft fürs kommende Jahr

Frey und Freyas Sinnlichkeit
bringt Liebe, Lust und Fruchtbarkeit
Leben wird weitergehn, Leben wird weitergehn

Oh, Wintersonne, das Fest für Sie
Met, Korn und das Blut, unsere Gaben an Sie
Auf ewige Wiederkehr, auf ewige Wiederkehr
[© Hagalaz Runedance: Das Fest der Wintersonne (ein Weihnachtslied)]

 

Auf kahlem Felsen unter Sternen
Saß im rauhen Winterhauch
Eine Drossel und ich fragte
Warum wanderst du nicht auch

Warum bleibst du, wenn die Stürme
Brausen über Flur und Feld
Da dir winkt im fernen Süden
Eine sonnenschöne Welt

Antwort gab sie leisen Tones
Weil ich nicht wie andre bin
Die mit Zeiten und Geschicken
wechseln ihren leichten Sinn

Die da wandern nach der Sonne
Ruhelos von Land zu Land
Haben nie das stille Leuchten
In der eignen Brust gekannt

Mir erglüht’s mit ewgem Strahle
Ob auch Nacht auf Erden zieht
Sing ich unter Flockenschauern
Einsam ein erträumtes Lied

Dir auch leuchtet hell das Auge
Deine Wange zwar ist bleich
Doch es schaut dein Blick nach innen
In das ewge Sonnenreich

Laß uns hier gemeinsam wohnen
Und ein Lied von Zeit zu Zeit
Singen wir von dürrem Aste
Jenem Glanz der Ewigkeit

Laß uns hier gemeinsam wohnen
Und ein Lied von alter Zeit
Singen wir von dürrem Aste
Jenem Glanz der Ewigkeit
[O. Ernst, Wintermärchen; Vertonung: Darkwood]