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EU-Widerstand: Gazprom nicht in der Lage, die Gasleitung “Nord Stream” auszulasten

Stimme Rußlands, 10.Juni 2016, 9.00 Uhr

Ungeachtet beachtlicher Preiszugeständnisse durch Gazprom belästigen europäische Verbraucher(staaten) den Konzern mit immer neuen Ansprüchen.

Gazprom, Rußlands größer Erdgaskonzern

Gazprom, Rußlands größer Erdgaskonzern

Das deutsche Energieunternehmen RWE versucht hartnäckig, weitere Abschläge durchzusetzen. Am vergangenen Sonnabend ist es nicht gelungen, sich mit den Deutschen über eine Überprüfung der Preise zu einigen, so daß die Sache nunmehr an das Internationale Schiedsgericht in Wien übergeben wird. Die Gesetze der Europäischen Union erlauben es „Gazprom“ nicht, die Gasleitung Nord Stream in vollem Maße zu nutzen. Der Konzern braucht einen uneingeschränkten Zugang zur Gasleitung Opal, welche die Endstelle von Nord Stream an der baltischen Küste Deutschlands mit Tschechien verbindet. Das in der EU geltende Dritte Energiepaket untersagt großen Gasunternehmen die Kontrolle über Gastransportsysteme. Im Ergebnis dessen funktioniert der anspruchsvolle Nord Stream heute nur mit seiner halben Leistungskraft. Rußland rechnet damit, sich im Juni über den uneingeschränkten Zugang Gazproms zur Gasleitung Opal zu einigen. Eine solche Vereinbarung wird den AusSchluß von Opal aus dem Dritten Energiepaket erforderlich machen. Nesawisimaja Gaseta

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Gazprom beliefert die EU-Staaten mit mehr als einem Drittel des Gesamtverbrauches. Das schafft in den Augen diverser EU-Staaten als auch der USA ein unangenehmes Gefühl von Abhängigkeit

Die Versuche des Gasmonopols, die Streitigkeiten mit dem tschechischen Verbraucher, RWE Transgas, außergerichtlich beizulegen, wurden von keinem Erfolg gekrönt. Nunmehr obliegt die Entscheidung über den Gaspreis und die Gasvolumen dem Wiener Schiedsgericht. Das Scheitern der Verhandlungen ist ein Ansehensfehler des Monopolunternehmens in Europa. Die Tschechen möchten eine Ermäßigung des Gaspreises durchsetzen. Dem Konzern RWE passt die traditionelle Anbindung der Preise für das Russische Gas an den Erdölkorb nicht. RWE büßt seit einigen Jahren wegen Veränderungen des europäischen Marktes unter dem Einflußder Krise und der „Schieferrevolution“ Gewinne ein. Was die Preisfrage anbelangt, so hat Gazprom auch mit anderen europäischen Unternehmen prozessiert. Einigen von ihnen mußte das Gasmonopol entgegenkommen. Vor der Entscheidung des Schiedsgerichtes haben das deutsche Unternehmen E.ON sowie das polnische PGNiG eine Preisermäßigung bekommen. RBK-daily
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