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Tontafeln mit sumerischen Königslisten

Einblick in die Sumerische Königsliste: Gab es Menschen, die 200 Jahre lang lebten?

Nicht nur die legendären Figuren aus der Bibel, sollen 900 und mehr Jahre alt geworden sein. Uralte Texte vieler Kulturen, führen Lebensalter an, die moderne Menschen einfach unglaublich vorkommen.

Sicher könnte es an Ungereimtheiten bei der Übersetzung liegen, oder daran, daß die Zahlen einen eher symbolischen Charakter haben. Aber entgegen vielen Erklärungen gibt es Argumente, die selbst bei Historikern die Frage aufkommen lassen, ob die schrittweise Verringerung der Lebenserwartung von Adam bis zu uns heutigen Menschen nicht doch auf historischen Fakten beruht.

So könnte zum Beispiel die Jahreszählung früher nicht auf einem Sonnenjahr basiert haben. Vielleicht bezog sich damals ein Jahr auf den Mondzyklus. Ein Jahr würde nicht 12 Monaten sondern nur einem heutigen Monat entsprechen.

Würde man entsprechend durch 12 teilen, wäre Adam lediglich 77 Jahre alt geworden, was sich zunächst vernünftig anhört. Das würde aber auch bedeuten, er hätte seinen Sohn Enoch im Alter von 11 Jahren gezeugt. Und Enoch wäre bei der Zeugung von Methusalem 5 Jahre alt gewesen.

Ähnliche Unstimmigkeiten ergeben sich, wenn wir nicht den Monat als Einheit für ein Jahr zugrunde legen, sondern die Jahreszeiten, schreibt Carol A. Hill in ihrem Artikel „Making Sense of Numbers of Genesis“ („Wie man aus den Zahlen in der Genesis schlau wird“), der im Journal “Perspectives on Science and Christian Faith” in Dezember 2003 veröffentlicht wurde.

Geht man davon aus, die Autoren hätten ein bestimmtes Muster bei der Festlegung des Alters benutzt, so wie die Multiplikation mit einer bestimmten Zahl, wäre es ähnlich problematisch.

„Die Zahlen in der Schöpfungsgeschichte könnten sowohl eine reale als auch eine sakrale (numerologische oder symbolische) Bedeutung haben“, schrieb Hill.

Mathematische Muster?

Über die Genesis und die 4.000 Jahre alte Sumerische Königsliste – die die Regierungszeiten der einzelnen Könige in Sumer (dem alten südlichen Irak) die in einigen Fällen über 30.000 Jahre zurückreicht auflistet – haben Analysten herausgefunden, daß sie unter Benutzung von Quadratzahlen erstellt wurde.

So wie in der Bibel, zeigt die Königsliste eine stetige Verringerung der Lebensspannen. In der Liste wird zwischen Regierungszeiten vor und nach der Flut unterschieden. Vor der Flut sind die Regierungszeiten erheblich länger als danach, obwohl auch nach der Flut sehr lange Lebensalter verzeichnet sind, manche davon betragen mehrere hundert Jahre und sogar mehr als 1.000 Jahre. In der Bibel ist über die Generationen hinweg eine Verringerung der Lebenszeiten beobachtbar, von Adam mit 930 Jahren, bis Noah mit 500 Jahren und schließlich Abraham mit 175 Jahren.

Dwight Young von der Brandeis University in Massachusetts schrieb über die Lebensspannen der sumerischen Könige in der Sumerischen Königsliste vor der Flut: „Es liegt nicht an der Größe der Zahlen selbst, daß einige dieser Zahlen künstlich erscheinen. Etanas 1.560 Jahre, um die längste zu nennen, ist einfach die Summe der beiden vorangegangenen Regierungszeiten. Manche der Regierungszeiten scheinen einfach vielfache der Zahl 60 zu sein. Andere große Zahlen können den Quadratzahlen zugeordnet werden: 900 ist das Quadrat von 30; 625 das Quadrat von 25; 400 das Quadrat von 20 … auch unter den kleineren Zahlen taucht das Quadrat von sechs häufiger auf als man erwartet.“

Youngs Artikel „Eine mathematische Annäherung an bestimmte Regierungzeiten in der Sumerischen Königsliste“, wurde im Journal für Near-East-Studies (Nah-Ost-Studien) im Jahr 1988 veröffentlicht. Paul Y. Hoskisson, Direktor des Laura F. Willes Center for Book of Mormon Studies, beschritt mit ihrer Arbeit ähnliche Pfade beim Studium der Zeitalter der Patriarchen in der Bibel in einem kurzen Artikel für das Neal A. Maxwell Institut for Religious Scholarship.

Schaut man sich andererseits an, mit welcher Rate sich die Lebenszeiten von den Zeiten vor der Flut bis heute verringert haben, so gleicht das dem Zerfall von Organismen, nach dem sie Giften oder Strahlung ausgesetzt wurden, bemerkte der Mitbegründer der Church of God in Süd-Texas Arthur Mendez.

Berichte in verschiedenen Kulturen, einschließlich der der Chinesen und Perser

Im alten China waren Über-Hundertjährige ebenfalls üblich, ist in diversen Texten zu lesen. Joseph P. Hou, Ph.D. und Akupunkteur schrieb in seinem Buch „Techniken für Gesundheit für Langlebigkeit“: „Laut medizinischen Aufzeichnungen in China, wurde ein in der Qin-Dynastie lebender Doktor namens Cuie Wenze 300 Jahre alt. Gee Yule, aus der Han Dynastie, lebte 280 Jahre lang. Gee Yule aus der späteren Han Dynastie lebte 280 Jahre lang. Ein ranghoher taoistischer Mönch und Meister Hui Zhao lebte 290 Jahre lang und Lo Zichange wurde 180 Jahre alt. Wie in der chinesischen Enzyklopädie der Materie Bencao Gangmu, dem Buch der heiligen Kräuter, ist das Alter von He Nengci aus der Tang-Dynastie mit 168 Jahren verzeichnet. Ein taoistischer Meister, Li Qingyuan, soll 250 Jahre lang gelebt haben. In modernen Zeiten soll ein Doktor der Medzin, namens Lo Mingshan aus der Sichuan Provinz, 124 Jahre alt geworden sein (Das unerklärliche Rätsel der lebenden Mumien-Mönche).

Dr. Hou sagte, der Kern der Langlebigkeit ist nach der östlichen Tradition das „Leben zu nähren“, was nicht nur die körperliche Ernährung sondern auch die mentale und spirituelle betrifft.

Das Schāhnāme, oder Shanama („Das Buch der Könige“) ist ein episches Gedicht das Ferdowsi Ende des 10 Jahrhunderts n. Chr. schrieb. Es erzählt von Königen die 1.000 Jahre regierten, mehrere hundert Jahre, 150 Jahre und so weiter.

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