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Die profitgierige Gentechnikmafia und die gewinnsüchtige Agrarindustrie schädigen die Volksgesundheit

Alarmierende Erkenntnisse

Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC (International Agency for Research on Cancer) fand im März 2015 Anzeichen für das krebserzeugende Potential des Glyphosat und stufte es deshalb in die Kategorie 2A (“wahrscheinlich krebserzeugend”) ein. Das BfR teilte daraufhin mit, die IARC-Einstufung sei “schlecht nachvollziehbar”, und daher müsse ein vollständiger Bericht der IARC abgewartet werden. Noch ruppiger meierte das BfR einige Forscher der Universität Leipzig ab, die ebenfalls Gesundheitsrisiken ermittelt hatten: Deren Ergebnisse seien nicht für eine Risikobewertung geeignet.

Glyphosat schädigt menschliche Plazentazellen laut einer Studie des international beachteten französischen Fachmanns Gilles-Éric Séralini. Und zwar bereits in Dosierungen, die weit niedriger sind als die Konzentrationen im landwirtschaftlichen Einsatz. Das Pflanzengift stelle auch einen Risikofaktor als Mitverursacher von hormonabhängigem Brustkrebs dar. Der an der Universität Caen lehrende Wissenschaftler forscht über die Auswirkungen von gentechnisch veränderten Organismen und Pestiziden auf Gesundheit, Sexualhormone, Fortpflanzung und Krebs beim Menschen. Nur dem von Lobbyisten heimgesuchten Berliner Landwirtschaftsministerium und dessen BfR scheint er nicht bekannt zu sein – oder nichts zu gelten.

Die Rache der Natur

Lange hatte man einfach angenommen, Glyphosat sei unproblematisch, weil es im Erdreich relativ schnell und weitestgehend absorbiert werde. Es lagere sich an bestimmte Minerale an. Doch inzwischen wurde es auch im Grundwasser nachgewiesen. Seine Halbwertzeit ist immer noch nicht endgültig definiert: Die Angaben variieren zwischen “wenige Stunden” und “280 Tagen”, je nach Rahmenbedingungen. Angesichts des häufigen und massenhaften Einsatzes ist aber mit einer Akkumulierung in der Natur zu rechnen.

Und diese rächt sich: Anfänglich hatte Glyphosat “nur” erhebliche negative Folgen für die Pflanzenvielfalt (Biodiversität) und zwar nicht nur auf den besprühten Ackerflächen, sondern auch in deren direkter Umgebung. Die Zahl der Wildkräuter nimmt ab, die vieler Mikroben und nährstoffbildender Bodenpilze ebenso. Andererseits fördert es das Wachstum toxischer Mikropilze, deren Gifte nun ebenfalls in die Nahrungskette gelangen. Inzwischen mehrt sich die Anzahl von glyphosatresistenten Wildkräutern, denen unsere Intensiv-Landwirtschaft wohl mit neuen chemischen Keulen begegnen wird. Es schließt sich einer der vielen Teufelskreise zum Schaden unserer Mitwelt.

Das Schweige-Kartell

Im April gab es weltweit den dritten Protestmarsch gegen den US-Pharmariesen Monsanto. Auch heuer beschwiegen ihn unsere Massenmedien. Keine Information, kein Bild von den Großdemonstrationen rund um den Globus. Für ihr Mitwirken im Schweigekartell hatte die ARD-aktuell-Chefredaktion voriges Jahr folgende Rechtfertigung: “Der Aktionstag der Anti-Monsanto-Initiative hatte durchaus Chancen, in die Sendung zu kommen. Wir müssen aber jeden Tag für sich beurteilen und verschiedene Themen gegeneinander abwägen. Ein paar hundert Demonstranten in ein paar deutschen Städten reichten am Ende nicht, um in der Relevanzabwägung zu den wichtigsten Themen des Tages zu gehören …”

Merke: Nicht das Motiv einer Demonstration zählt, sondern deren Umfang. Fliegenbeinzählerei statt Problembewußtsein.

Fazit: Die profitgierige Gentechnikmafia und die gewinnsüchtige Agrarindustrie schädigen die Volksgesundheit. Unsere regierenden Lobbyisten und deren mediale Lakaien pfeifen auf das Volkswohl. So lange, bis das Volk auf sie pfeift.

Nachtrag

Frankreichs Regierung hat jetzt die Gartenzentren angewiesen, “Roundup” aus den Regalen zu nehmen. Die Bauern dürfen das Gift munter weiter versprühen.