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Die besten Zitate von Putin aus dem SPIEF (Internationales Wirtschaftsforum in St. Petersburg)

Quelle: www.kremlin.ru, Übersetzung: fit4 Rußlandputinstpb

Über Partnerschaft:

Rußland ist offen für die Realisierung von Business-Projekten und Zusammenarbeit. Wir brauchen Weisheit und Verantwortung und eine gemeinsame Suche nach unkonventionellen Lösungen. Dafür benötigen wir das Potenzial einer universellen Organisation wie z. B. die UNO darstellt.

Über die Führung in Europa:

Ich gehöre nicht zu den europäischen Staats-und Regierungschefs. Jedenfalls denken sie so [die Spitze der europäischen Länder]. Rußland hat seine eigene Sichtweise.

Über das Pariser Klima-Abkommen:

Haben Sie selbst das Pariser Abkommen gelesen? [Als Antwort auf die Frage der Moderatorin des amerikanischen Fernsehsenders NBC News Megyn Kelly]. Nein, habe ich nicht gelesen, ich sehe es.

Die Pariser Vereinbarung ist ein gutes Dokument, das sich nach einer Lösung der heutigen globalen Probleme richtet, um den Klimawandel zu verhindern. Die Frage ist nur, ob wir den Klimawandel verhindern können. Dort geht es darum, zu verhindern, daß die globale Durchschnitts-Temperatur um zwei Grad steigt. (…)

Man kann den Film nicht zurück drehen. Was gesagt ist, ist gesagt, und jetzt müssen wir überlegen, wie es weiter geht, was sollen wir als Nächstes tun. (…) Ich bin nicht wirklich vertraut mit den Aussagen von Präsident Trump. Soweit ich weiß, sagte er, daß er diese Vereinbarung gerne überdenken, oder eine neue Vereinbarung unterzeichnen will. Er weigert sich doch nicht, an diesem Problem zu arbeiten. Ich glaube, wir brauchen jetzt keinen Lärm darüber, sondern die Schaffung der Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit.

Über das Wetter und Trump:

Während wir hier sitzen, spüren wir nicht, wie die Temperatur steigt. Übrigens, wir sollten dem Präsidenten [Donald] Trump dankbar sein… Heute hatte es sogar Schnee in Moskau, wurde mir gesagt. Man kann jetzt für das alles ihm und dem amerikanischen Imperialismus die Schuld geben. Aber wir werden das nicht tun.

Darüber, daß die Zeit noch reicht:

Das Abkommen ist noch gar nicht in Kraft getreten. Es soll ab dem Jahr 2021 in Kraft treten. Wir haben also noch Zeit, wenn wir konstruktiv arbeiten. Don’t worry, be happy (sang Putin).

Über die Streitigkeiten um die NATO:

Streitigkeiten um die NATO? Sind sie Rußland behilflich? In dem Sinne, daß die NATO auseinanderfallen könnte? Nun, das würde helfen. Aber wir sehen noch kein Auseinanderfallen. Ich habe schon viele Male mich selbst gefragt und stellte diese Frage auch öffentlich: Die NATO wurde als Instrument im Kampf gegen die UdSSR und den Warschauer Pakt im kalten Krieg geschaffen. Heute gibt es weder Verträge, noch die Sowjetunion, aber die NATO existiert weiter. Nun stellt sich die Frage: Wofür?

Über Brüssel, Washington und die Bekämpfung des Terrorismus:

Wir haben gerade eine große internationale Konferenz über Sicherheitsfragen auf Ebene des Sicherheitsrats der Partnerländer durchgeführt. Es kamen Vertreter aus 95 Ländern, und sehr viele Vertreter vom amerikanischen Kontinent und aus Europa, die uns ins Ohr geflüstert haben: „Brüssel und Washington haben auf uns eingeredet, nicht nach Rußland zu fahren. Nun, was soll das? Mit welchem Teil ihres Körpers denken Menschen, die eine solche Position einnehmen?…

…Leute (Politiker) fahren in gepanzerten Autos, sie sind in Sicherheit, sie haben kein Gefühl der Bedrohung. (…) Aber wenn es so weitergeht, dann bekommen wir weiterhin Terrorschläge auch in Deutschland und Brüssel, und in den Vereinigten Staaten, und in Rußland.

Über die Welt und die gemeinsame Partnerschaft:

Die Welt besteht im Allgemeinen aus Widersprüchen, schon immer, aber besonders in unserer Zeit. Meine Aufgabe, und die von Xi Jinping und Ministerpräsident [Narendra] Modi ist, trotz aller Widersprüche, nicht in Sackgassen zu geraten, sondern Wege zu suchen. Wobei diese Wege oft Gegenverkehr aufweisen.

Über die Einmischung in die Wahlen in den USA:

[Als Antwort an die Moderatorin des amerikanischen Fernsehsenders NBC News Megyn Kelly]: Und, lasen Sie diese Berichte selbst? Die öffentliche Version? Also nichts Gescheites. Wer hat den Anzug genäht? Die Taschen sind gut angenäht? Gut. Knöpfe? Sind diese auch gut? Gibt es einen Einwand zu den Knöpfen? Nein, sie sind fest zugenäht. Aber der Anzug kann nicht getragen werden. Wo gibt es sowas? Und Sie erzählen mir über die öffentliche Version. Ich habe diese Berichte gelesen. Dort gibt es nichts Konkretes. Nur Annahmen und Schlußfolgerungen auf Grundlage von Annahmen. Sobald es konkret wird, wird es zum Gegenstand einer Diskussion. In einer Organisation, in der ich früher arbeitete, sagte man: „Adressen, Treffpunkte, Familiennamen. Wo ist das alles?“. Unabhängige Quellen? Es gibt nichts Unabhängiges in der Welt.

Über die Souveränität:

In der Welt gibt es nicht viele Länder, die über das Privileg der Souveränität verfügen. Ich will niemanden beleidigen, aber das, was Frau [Angela] Merkel sagte, war durch eine lang anhaltende Kränkung bedingt, daß die Souveränität eingeschränkt ist. Im Rahmen der militärisch-politischen Allianzen ist sie übrigens offiziell begrenzt: Es ist vorgeschrieben, was man darf und was nicht. Und in der Praxis ist es noch härter: Man darf nichts tun, außer was erlaubt ist. Wer erteilt die Erlaubnis? Der Vorgesetzte. Wo ist der Chef? Na ja, dort, weit weg. Rußland schätzt die Tatsache, daß es diese Souveränität besitzt. Aber es behandelt dies nicht wie ein Spielzeug. Souveränität ist notwendig für den Schutz der Interessen und der eigenen Entwicklung.

Über Beweise, Experten und IP-Adressen:

Welche Fingerabdrücke? Die Abdrücke der Hufe, sagen sie, Hörner? Von wem sind diese Abdrücke? WissenSie, wie viele Profis es gibt, die Ihre IP-Adresse so benutzen könnte, daß Ihr dreijähriges Mädchen den Angriff begangen hat? Es ist kein Beweis, sondern ein Versuch, die Verantwortung der Schuldigen auf Unschuldige zu schieben. Und das Problem hat nichts mit uns zu tun. Es ist in der amerikanischen Innenpolitik zu suchen.

Über den Wahlsieg von Donald Trump:

Das Team von Trump war einfach effektiver. Ich selbst habe manchmal gedacht: Na ja, diesmal übertreibt der Mann. Aber es stellte sich heraus, daß er Recht hatte: Er fand Zugang zu jenen Gruppen der Bevölkerung und Wähler, auf die er gesetzt hatte, und sie sind gekommen, und haben für ihn gestimmt.

Über die Niederlage der Demokraten und die Rußland-Anschuldigungen:

Das andere Team hat sich verkalkuliert. Diesen Fehler wollen sie jedoch nicht zugeben. Es ist einfacher zu sagen, daß die Russen schuld sind, sie sind die Bösen und wir die Guten. Das erinnert mich an Antisemitismus. Das ist wie „an allem sind die Juden Schuld“, verstehen Sie? Man ist selber ein Idiot und unfähig, aber die Juden sind schuld. Solche Stimmungen werden nicht gut enden… Hört auf damit.

Über die die Einmischungen der US-Medien in Rußlands Angelegenheiten:

Das sind systematische, grobe und absolut rücksichtslose, direkte Eingriffe in unsere Innenpolitik, welche schon seit vielen Jahren andauern, auch auf Ebene der diplomatischen Vertretungen. Schauen Sie, was Ihre Kollegen bei uns machen: Mit den Füßen sind sie in unsere Innenpolitik eingedrungen, setzten sich auf unseren Kopf, lassen ihre Beine baumeln und kauen Kaugummi. Sie haben einfach Spaß daran.

Über den russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak:

Ich bin überrascht, daß Sie so einen Unsinn plappern. Was für eine Katastrophe: Unser Botschafter hat sich mit jemandem getroffen. Das ist seine Arbeit! Was muß er denn tun? Verschiedene Lokale besuchen, für die er entlassen werden könnte? Ihm wird vorgeworfen, daß er seine Arbeit machte. Sind sie alle absolut bescheuert? Ich wußte gar nicht, mit wem er sich dort traf und worüber sie redeten. Sie redeten über Nichts, nur allgemeine Worte, wie wir unsere Beziehungen aufbauen können. Sollen wir diese Beziehungen nicht aufbauen? Reine Hysterie. Kann Ihnen jemand Pillen verschreiben? Hat jemand Tabletten? Im Ernst: Nein, es gab keine Vereinbarungen, nicht einmal Annäherungen.

Über die Sanktionen:

Die Sanktionen verletzen die internationalen Normen und Richtlinien. Dieselbe USA verteidigt die These, daß die Politik sich nicht in die Wirtschaft einmischen soll, und sie haben diese jetzt selbst verletzt. Aber die Ereignisse, die zu den Sanktionen führten, wurden durch die USA selbst provoziert. Die Sanktionen sind natürlich nichts Gutes, und es wäre besser, wenn sie nicht da gewesen wären. Aber es ist auch nicht tödlich.

Über den Donbass:

Rußland kann nicht einseitig die Minsker Vereinbarungen erfüllen. Kiew tut alles, damit sich nichts verbessert, und die westlichen Medien und Politiker bemerken nicht, was in der Ukraine geschieht: Blockade des Donbass, Schließung der Russischen Massenmedien, Verbot der Russischen sozialen Netzwerke. Warum schweigen alle darüber? Warum werden Forderungen nur an Moskau gestellt? Wenn Sie diese Schwierigkeiten verursacht haben, und Sie haben in vielerlei Hinsicht den Startschuß dazu gegeben, dann tun Sie irgendetwas, um dieses Problem zu lösen.

Über die Unterstützung des „bösen Assad“:

Glaube an was? Daran, daß [Bashar] Assad der böse Mann ist? Fragen Sie die anderen Leader, die mit ihm verkehrten, denn er ist öfter in Europa gewesen als in der Russischen Föderation, nachdem er gewählt wurde. Wir verteidigen dort nicht wirklich den Präsidenten Assad, sondern die syrische Staatlichkeit.

Über chemische Waffen:

Beweise gegen Assad gibt es nicht. Als der Angriff sich ereignete, boten wir sofort eine Inspektion direkt auf dem Flugplatz an, woher angeblich Flugzeuge mit chemischen Waffen starteten. Wenn es tatsächlich eine Anwendung von Giftgas gegeben hätte, würden es moderne Analyse- und Kontrollinstrumente feststellen. Uns wurde abgesagt, niemand will es. Viel Rede und keine konkreten Taten.

2.6.2017

Originalbeitrag erschienen auf: https://www.fit4russland.com/geo-politik/1850-beste-zitate-von-putin-aus-dem-spief-internationales-wirtschaftsforum-in-st-petersburg