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Britische Regierung zieht Gesetz zur Fuchsjagd zurück

Nach wütenden Protesten von Tierschützern hat die britische Regierung eine geplante Gesetzesänderung zur Treibjagd auf Füchse zurückgezogen.

Die für morgen geplante Parlamentsabstimmung über den Entwurf finde nicht statt, verlautete heute aus Regierungskreisen. Ein neuer Termin für die Abstimmung wurde nicht genannt.

Brian MayAPA/EPA/Andy Rain Brian May vor dem Parlamentsgebäude

Brian MayAPA/EPA/Andy Rain
Brian May vor dem Parlamentsgebäude

Gegner der Fuchsjagd protestierten vor dem Parlamentsgebäude in London. Queen-Gitarrist Brian May, Vizechef der Tierschutzorganisation RSPCA, warf den Anhängern der Fuchsjagd „Sadismus“ vor und sagte, es mache ihnen Freude, „Schmerz zu verursachen“.

Die Gegner von Treibjagden auf Füchse haben am Dienstag vor dem britischen Parlament demonstriert.

Die Gegner von Treibjagden auf Füchse haben am Dienstag vor dem britischen Parlament demonstriert.

Umstrittenes Gesetz
Die konservative Regierung von Premierminister David Cameron hatte die geplanten Änderungen am 2004 von der sozialdemokratischen Vorgängerregierung erlassenen Verbot der Treibjagd auf Füchse als reine Anpassung der Vorschriften zwischen Schottland und England dargestellt.

Vorgesehen war, daß Landbesitzer in England und Wales künftig wieder mit Hundemeuten Füchse jagen und töten dürfen. Nach derzeitigem Recht dürfen höchstens zwei Hunde bei der Fuchsjagd eingesetzt werden.