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Ausstellung in Graz: Plastikmüll verändert unser Leben

Wie Plastikmüll das Leben verändert

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Seit gigantische Mengen von Plastikprodukten unser Leben leichter gemacht haben, verwandeln sich die Meere zusehends in riesige „Plastiksuppen“.
Bereits heute gibt es keinen einzigen Quadratkilometer Meer, der frei von Plastik wäre. Nur ein kleiner Teil davon treibt an der Oberfläche, aufgrund von Meeresströmungen bilden sich große Plastikstrudel. Da Kunststoff im Allgemeinen nicht biologisch abbaubar ist, werden die einzelnen Teile immer kleiner zerlegt und von Tieren gefressen – damit gelangen sie in die Nahrungskette und am Ende auf unsere Teller. Sogar dort, wo man es kaum ahnt, tragen wir zur Verschmutzung der Meere bei: beim Waschen von Kleidern aus Kunstfasern. Diese Ausstellung präsentiert Fakten über den Plastikmüll im Meer und zeigt die Dimension dieser ökologischen Katastrophe. Die Vor- und Nachteile der Nutzung synthetischer Materialien werden ebenso aufgezeigt wie Alternativen dazu.

Plastikmüll verpestet die Meere der Welt – mittlerweile gibt es keinen Quadratkilometer mehr, der frei von Plastik ist. Unter dem Motto „Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt“ widmet sich nun eine Ausstellung im Grazer Naturkundemuseum diesem Thema. Universalmuseum Joanneum/N. Lackner   Das Entsorgen von Plastik in Form von Verpackungen oder auch Produkten hat immer stärkere Auswirkungen auf das Meer. Dabei treibt nur ein kleiner Teil des Plastiks an der Oberfläche – der Großteil sinkt auf den Boden. Die Partikel des Mülls beeinträchtigen das Leben der Tiere und schaden indirekt auch dem Menschen.

Die Ausstellung will nun das Konsumverhalten der „Wegwerfgesellschaft“ und die Auswirkungen auf Mensch und Tier aufzeigen.

Gesellschaft zum Umdenken animieren

Im ersten Teil der Ausstellung – „Plastik im Meer“ – werden die Auswirkungen auf die Ozeane und deren Lebewesen aufgezeigt; im zweiten Bereich mit dem Titel „Plastik im Alltag“ werden die verbreitetsten Kunststoffe vorgestellt: Es geht dabei um die Vor- und Nachteile der Nutzung synthetischer Materialien, Aspekte des Produktdesigns, Möglichkeiten des Recyclings und der Einflußauf die Gesundheit. Neben dem Liefern von Lösungsansätzen wollen die Organisatoren vor allem für ein Umdenken in der Gesellschaft sorgen. Lindsey Hoshaw/Naturkundemuseum

Unter der Wasseroberfläche, Great Pacific Garbage Patch, 2009 Plastikmüll aus Hawaii angeliefert Der in der Schau gezeigte Plastikmüll stammt hauptsächlich aus dem Meer vor Hawaii und weist Spuren von Salz, Sonne und Wasser auf; zur Demonstration des Müllberges wurden etwa 38 Kubikmeter Plastikmüll in die Schau integriert. Die von Christian Brändle und Angeli Sachs kuratierte Ausstellung war zuvor schon in der Schweiz und in Skandinavien zu sehen; bis 23. August macht sie nun in Graz Station.