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Aus den Blogs: Die neue Seidenstraße – China, Rußland und Deutschland als Achse des Guten

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Mit dem heutigen politischem Establishment ist die Seidenstraße 2.0 nicht denkbar. Lange Zeit war aber auch in Frankreich eine Marine Lepen nicht denkbar oder daß in Österreich ein FPÖ Bundespräsident nur durch Wahlbetrug verhindert werden kann. Ein Deutschland ohne Merkel liegt in den Berliner Seilschaften ebenso außerhalb der mentalen Reichweite, doch schon aus rein biologischen Gründen wird dieser Umstand früher oder später zur Tatsache werden

Großinvestor Soros glaubt Rußland wieder zurück auf dem Weg zur Weltmacht und sieht für das britische Pfund nach dem Brexit Schwarz.

Im Vereinigten Königreich rumort es, Schottland will sein Unabhängigkeitsreferendum wiederholen und wieder heim ins EU-Reich, auch bei den Nordiren stehen die Zeichen auf Abspaltung.

Die EU könnte rascher auseinanderfallen, als man es heute in Brüssel oder Berlin wahrhaben will. Die langen Gesichter von Merkel, Gabriel und Juncker sprechen Bände, in der Systempresse überbieten sich die Kommentatoren gegenseitig im Briten-Bashing und faseln von Brexit Rassisten und der alten Generation, die der Jugend nun ihre Zukunft versaut haben soll. Eine wahrhaft journalistische Glanzleistung, wenn man sich die Jugendarbeitslosigkeit in der gesamten EU anschaut.

Deutschland als Nettozahler der EU kann die Last alleine nicht mehr stemmen. Steinmeiers Annäherung an Rußland muß man nicht nur als Empfehlung für einen Posten bei Gazprom nach Auslaufen der politischen Karriere sehen, sondern vor dem Hintergrund des Brexits betrachten. Es geht darum, sich Optionen offen zu halten, eine davon heißt Rußland. Soros hat nicht umsonst die Aufmerksamkeit darauf gelenkt.

Für eine Partnerschaft mit Rußland muß das Syrien-Türkei Problem erledigt werden. Die sich abzeichnende Dreiteilung des Iraks wäre auch am Bosporus denkbar. Der Kurdenstaat auf den Gebieten von Türkei, Syrien und Irak ist die Kröte, die Putin bereit sein muß, zu schlucken, denn die Kurden blieben Verbündete der USA, auch unter einem Präsidenten Trump.

44342_2Mit Donald Trump im Weißen Haus steht auch einer Partnerschaft mit China weitaus weniger im Weg, als unter Clinton. Nie und nimmer würde Hillary, wie schon zuvor Obama, die billigen Produktionsstätten der us-amerikanischen Konzerne im Reich der Mitte durch Konkurrenten aus Europa gefährden. Trump aber will die heimische Wirtschaft stärken und Arbeitsplätze in den USA schaffen.

Von den USA und der NATO hängt auch ab, ob die Polen ihr historisch durchaus berechtigtes Mißtrauen gegen den ehemaligen Großen Bruder Sowjetunion notgedrungen überwinden können. Im Moment sieht es mit dem Truppenaufmarsch an der Ostgrenze der EU nicht danach aus, aber Drohgebärden gehören zum Geschäft.

Die Achse China, Rußland, Deutschland zur wirtschaftlichen Stabilisierung des Kontinents wäre vor allem auch ein Friedensprojekt.

Mit dem heutigen politischem Establishment ist die Seidenstraße 2.0 nicht denkbar. Lange Zeit war aber auch in Frankreich eine Marine Lepen nicht denkbar oder daß in Österreich ein FPÖ Bundespräsident nur durch Wahlbetrug verhindert werden kann. Ein Deutschland ohne Merkel liegt in den Berliner Seilschaften ebenso außerhalb der mentalen Reichweite, doch schon aus rein biologischen Gründen wird dieser Umstand früher oder später zur Tatsache werden. Eine ebensolche Tatsache ist, daß die USA sich gesundschrumpfen müssen, wenn sie wirtschaftlich überleben wollen. Billiges Erdöl gibt es künftig in Venezuela statt in Saudi Arabien. Ein Gleichgewicht der Kräfte wie zur Zeit des Warschauer Paktes könnte ein neuer Eiserner Vorhang garantieren. Für Europa wäre das eventuell der Bosporus.

Dahinter läge das neue Reich des Bösen.

Zuerst erschienen auf: http://opposition24.com/die-neue-seidenstrasse-china-russland-und-deutschland-als-achse-des-guten/289935