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11. Konferenz des Internationalen Diskussionsclubs Waldai in Sotschi

Putin ist überzeugt, daß die Welt jetzt einen „neuen globalen Konsens verantwortungsvoller Kräfte“ braucht. Es sei notwendig zu beginnen, sich über prinzipielle Dinge zu einigen, gemeinsam die Risiken zu steuern.

Das heurige Treffen des Internationalen Diskussionsclubs Waldai fand am 24. Oktober 2014 in Sotschi statt.

Das Thema des Treffens lautete: „Die Weltordnung: neue Regeln oder Spiel ohne Regeln?“ Die Eröffnungsansprache hielt traditionsgemäß der Russische Präsident Wladimir Putin. In seiner Rede berührte er die Themen Sanktionen gegen Rußland, ukrainische Krise und globales Sicherheitssystem.

Wladimir Putin bezweifelt, daß das bestehende System der globalen und regionalen Sicherheit in der Lage ist, die Sicherheit zu gewährleisten.

„Es gibt leider keine Gewähr, daß das bestehende System der globalen und regionalen Sicherheit uns schützen kann. Denn dieses System ist sehr geschwächt, zersplittert und deformiert. Die internationalen und regionalen Institute für politische, ökonomische und kulturelle Zusammenarbeit machen schwere Zeiten durch.“ [2]

Putin ist überzeugt, daß die Welt jetzt einen „neuen globalen Konsens verantwortungsvoller Kräfte“ braucht. Es sei notwendig zu beginnen, sich über prinzipielle Dinge zu einigen, gemeinsam die Risiken zu steuern. Die Anzeichen einer weltweiten Anarchie würden sich nur verstärken, wenn kein klares System gegenseitiger Verpflichtungen geschaffen werde. Nach der Einschätzung Wladimir Putins versuchen die Vereinigten Staaten das ihnen aus den Zeiten des Kalten Krieges vertraute Schema zur Steuerung der Welt wiederzubeleben. Diese Versuche wecken jedoch eine Gegenreaktion und werden genau die gegenteilige Wirkung haben.

Die Welt sei in eine Epoche der Wandlungen eingetreten, wo alle ein besonderes Maß an Vorsicht, die Fähigkeit, unüberlegte Schritte zu vermeiden, brauchen. In den Jahren nach dem Kalten Krieg haben die Teilnehmer der Weltpolitik diese Qualitäten etwas verloren. Nun gilt es, sich an sie zu erinnern. Der Aufbau eines stabileren Systems der Weltordnung sei eine sehr schwierige Aufgabe, betonte Putin. Es gehe um eine lange und schwere Arbeit. Aber man habe die Regeln eines Zusammenwirkens nach dem Zweiten Weltkrieg ausarbeiten können. Man habe sich auch in den 1970er Jahren in Helsinki einigen können. Unsere gemeinsame Pflicht ist es, diese fundamentale Aufgabe heute, auf einer neuen Entwicklungsetappe, zu bewältigen.